Eine Buntsandstein-Lage, Südostexposition, quasi eine Pfälzer Steillage, also mit leichter Hangneigung. 2018 war der erste Jahrgang in dem der Rechbächel als P.C. separat abgefüllt wird. Kellermeister Nicola Libelli ist extrem stolz auf die Einzelabfüllung aus dieser Lage, nachdem der Wein 12 Jahre lang in den Ortswein eingeflossen war. In der Nase eine feine Reduktion über zurückhaltender, gelber Frucht, aufregende, steinige, mineralische Expressivität dazu, die eine Dominante bildet. Die Frucht zeigt neben den klassischen Pfirsichnoten auch eine zarte Exotik im 2023er. Ganz leichte Anklänge von heller Ananas nebst Noten von grünlicher Mango. Dazu viel dunkle Mineralität, rauchig, kreidig. Bei Bürklin haben wir eben immer schon eine beeindruckende Tiefe im Bereich der Premier Crus. Der Mund ist immens dicht und druckvoll, aber er wird nicht fett, er bleibt geschliffen und elegant, zieht sich kräutrig-herb durch mit schönem Schub. Eigentlich verflüssigter Stein, Feuerstein und Kreide, auch etwas Bauernbrotkruste, Zitrusschale, saftige Ananas diesmal, dazu eine helle Nussigkeit. Zupackend, dunkel, herb, intensiv, würzig. Wow, so viel Zug und geschliffene Präzision, zeigt eine unglaubliche Länge, mit feinherbem Grapefruit-Bitterstoff aus den festen Phenolen hintenraus, griffig und dunkel durch den Nachhall ziehend. Der Wein zeigt eine hohe Dichte und Konzentration, einen immensen mineralischen Spannungsbogen und einen zarten Schmelz, zupackende, gnadenlose Steinigkeit und stahlige, aber total reife Säurestruktur. Dramatisch intensiv, unglaublich pikant, unendlich lang. Ein sehr ausdrucksstarker Wein, der mit seiner dramatischen Intensität und seinem unglaublichen Grip deutlich in Richtung G.C.-Niveau läuft. Man mag es kaum glauben, aber der Böhlig ist tatsächlich ein klein wenig charmanter, Rechbächel ist schon ein Geschoss. Das ist ein hochintensiver, salziger, unglaublich zupackender Riesling vom Buntsandstein, aber er braucht seine Zeit, um zugänglich zu werden.