Lobenberg: Aus seiner östlich exponierten Einzellage auf 250 Metern, sehr karger Kalkmergelboden. Alle Weine bei Sylvain entstehen in biodynamischer Weinbergsarbeit, Handlese mit kleinsten Erträgen, alles macht der Großmeister höchstpersönlich. Alles wird spontanvergoren. Das Ausgangsmaterial wird angequetscht und dann als Ganztraube auf der kleinen Korbpresse über mehrere Stunden gekeltert. Sylvain Pataille mag keinen Schalenkontakt bei Weißweinen, weil er nicht mag wie es die Aromatik verändert. Der Most geht dann ungeklärt, ungeschwefelt und unbearbeitet direkt ins Holz in die Spontangärung. Champs Forey hat viel reife Zitrusfrucht in der Nase, Kräuter, frisch aufgewühltes Erdreich, Pfefferminze, sogar ein bisschen zum Rucola changierend, insgesamt sehr erdverbundene Aromatik. Viel Gesteinsmehl und zerstoßener Kalkstein in der Nase. Im Mund ist die Säure bei Champs Forey nicht so sehr das prägende Element, es wird hier etwas cremiger, milder und feiner, ist vom langen Hefelager etwas abgerundet, Brioche, Pfirsich, helles Steinobst. Die Säure kommt hier etwas dezenter aus dem Hintergrund, ist eher ein Grundrauschen. Ein erdwürziger, an Oolong-Tee erinnernder, dennoch erfrischender und präziser Aligoté. 94+/100