Ungefähr ein Drittel Ganztrauben in der Vergärung, der Rest komplett per Hand entrappt. Zur Einmaischung dann im offenen Holzgärständer mit den Füßen getreten, dann spontan vergoren. Der Ausbau geschieht in Barriques. Diese Nase so archetypisch Burgund. Tendenziell eher Côte de Beaune, könnte ein Beaune 1er Cru sein, wenn ich es irgendwo einsortieren müsste. Denn es ist natürlich etwas kühler als etwa ein Nuits-Saint-Georges, zudem geht die Cuvée Caroline auch immer mehr zur Feinheit. Der Holzeinsatz ist sehr elegant, das Ganze gut verwoben mit der dunklen, dichten Frucht dieses Hammerjahres 2022. Tiefe Frucht von Brombeere, Cassis, Schwarzkirsche, Holunderbeere, schwarzer Pfeffer. Voluminöse Extraktsüße im Mund, die alles auskleidet, samtige Tannine bis zum Abwinken. Die 2022er sind wahnsinnig beeindruckend, brauchen aber viel Zeit. Die frischeren 2021er sind daneben in der Jugend zugänglicher und trinkiger bei Diel. Die 2022er Caroline ist wahrscheinlich der größere, substanziellere Pinot, ist aber schon ein üppigerer Stoff.