Diese Cuvée gibt es schon seit 1987 und ist nach Armin Diels Sohn Victor benannt. 80 Prozent Weißburgunder, 20 Prozent Grauburgunder. Wie 2019 auch schon, ist der Blend deutlich zum Weißburgunder verschoben. Grauburgunder sofort gepresst, Weißburgunder 12 Stunden Maischestandzeit. Ausbau in neuen Stückfässern und gebrauchten Barriques. Diese Cuvee Victor hat sich inzwischen bei Diel total etabliert. Früher wechselte mal der Prozentsatz der diversen Rebsorten. Inzwischen ist er ziemlich stabil. Es ist also doch eine Weißburgunder-dominierte Cuvee. Der Grauburgunderanteil hält den Wein am Ende dann aber auch in Deutschland fest. Es ist stets eine Cuvée der besten Fässer von Weiß- und Grauburgunder. Caroline sucht die Weißburgunder-Fässer, die den meisten Grip haben, nicht die fettesten. Schöne dichte Frucht, aber er wird jedes Jahr filigraner und feiner. Wir gehen mehr zur Salzigkeit und zum Geradeauslauf im Mund. Der Wein ist viel subtiler und ruhiger als in den Vorjahren, wirkt gesetzter und feiner gezeichnet. Im kühlen 2021 haben die Burgunder eine wundervolle Spannung, eine säurefrische Pikanz, die die Vorjahre so nicht hatten, vielleicht zuletzt 2017. Es wird zunehmend geschliffener und feiner bei Diels, das Neuholz geht immer mehr zurück. Der Wein hat richtig Feinschliff in 2021, grüne Birne, weißer Pfirsich, ein bisschen Brioche. Er hat schon noch Druck und Fruchtstärke, so ist es nicht, aber die Handschrift geht deutlich mehr in die Salzigkeit und die weiße Frucht und weg von der Opulenz früherer Jahre. Das Salz gibt den Trinkfluss, die Säure steht, ein wirklich schicker Wein.