Der Weinberg von einem halben Hektar liegt im Bereich der Kühn‘schen Lage Hallgarten. Die Lage ist schön hell, Kalkstein, von der Lage auf der gleichen Höhe wie der Oestricher Klosterberg. Erst 2006 gepflanzte Reben, eine „Selection Massale“ eines befreundeten biodynamischen Toperzeugers aus dem Burgund, das garantiert eine breitere genetische Aufstellung. Der Frühenberg wird ebenfalls mit 20 Prozent Rappen im Edelstahl vergoren und im Barrique ausgebaut. Hier gibt es einen 50 prozentigen Anteil neuen Holzes, Ausbau für 18 Monate. Wir haben insgesamt Rebanlagen, die deutlich seidigere, feinere und zugleich intensivere Weine als im kleinen Pinot Noir hervorbringen. Diese Selektion wird schon über Jahre so durchgeführt. Dementsprechend zeigt sich die Nase einfach wie mit einem Turbolader intensiviert. Sehr viel druckvoller, intensivere Kirsche und Frucht, aber nicht fett, sondern überwältigend in Form von Länge, Raffinesse und Pikanz. Das Holz gibt nochmal einen satten Schub aus der blauen Beerenfrucht, straff, vertikal, ein Volnay aus dem Rheingau. Ein sehr burgundischer Pinot Noir mit großer Klasse. Ich glaube, viele Genießer haben noch immer nicht auf dem Schirm, wie gut die Pinot Noirs von PJ Kühn sind. Das ist großes Kino!