Der Vacqueyras glänzt in vielen Jahren durch seine Eleganz und Finesse, wirkt immer feiner und schlanker als etwa der weiße Châteauneuf. Der Vacqueyras von Tardieu ist immer ein Faszinosum, weil er so kühl und präzise ist, eigentlich jedes Jahr. Selbst im heißen 2025 duftet er so kristallin und hat fast eine kalksteinartige Salzigkeit, obwohl er überwiegend auf Sand wächst. Vacqueyras ist eine der heißesten und trockensten Appellationen im Süden. Umso verrückter ist, was die Tardieus hier 2025 auf die Flasche gebracht haben. Sooo aromatisch, aber zugleich wahnsinnig fokussiert. Er wirkt bei all seiner kühlen Kraft sehr immer leichtfüßig und verspielt, ist ganz klar mehr zur Finesse tendieren als zur Würze und zum Fett. Wenn man diesen Wein am Gaumen hat spürt man den eleganten, leichteren Boden, was sicher durch den Bioanbau nochmal unterstützt wird. Die Salzigkeit des Kalksteins kriecht an den Zungenrändern hoch, fast burgundische Balance und Seidigkeit. So ein unglaublich eleganter, cremiger und zugleich verspielter, tiefer Wein. Bastien Tardieu ist sich ziemlich sicher, dass 2025 der beste Vacqueyras Blanc ist, den sie je geerntet haben. Das ist ganz großes Kino. *** Der Vacqueyras Blanc von Tardieu kommt von über 30 Jahre alten Reben aus dem Terroir Les Garrigues – sehr berühmt in Vacqueyras. 20 Prozent Grenache, 20 Prozent Roussane, 20 Prozent Clairette, 15 Prozent Marsanne, 15 Prozent Viognier und 10 Prozent Bourboulenc. Spontanvergärung. Ganztraubenpresse und dann 6-9 Monate Fermentation und Ausbau auf der Feinhefe in 2-3 Jahre alten Burgunder-Barriques. Keine Malo, keine Batonage, keine Filtration, keine Schönung. Diam Kork. 13,0% Alkohol.