Die Auslese*** aus dem Bockstein ist im großen Holz spontan vergoren und ausgebaut, also Fuder. Im Ockfener Bockstein ist Molitor noch gar nicht so lange unterwegs, erst 2012 war der erste Jahrgang. Zudem gibt es Auslese*** aus dieser Lage extrem selten, das ist eine absolute Rarität. Leider gefällt mir der Wein aber so gut, dass wir unbedingt etwas von diesem raren Stoff bekommen müssen. Eine gewaltige Fruchtwolke schießt mir entgegen. Wow, brachial konzentriert, fast üppig, so viel Power, dass man die Augen zusammenkneift. Wir haben Quitte, eingemachte Birne, Physalis und etwas Curry darüber. Ein gigantischer Wein, von einem Format, das man eher in der Pfalz oder im südlichen Rheinhessen erwarten würde. Ich weiß nicht, wie Markus es hinbekommt in einer Gemeinde wie Ockfen diese Intensität und Power zu erreichen, aber es kann nur an makelloser Beere-für-Beere-Selektion liegen. Das ist riesengroß. Besser zehn Jahre und mehr wegsperren, um die volle Breitseite zu erfahren. Aber durch seine Reichhaltigkeit ist das auch jung schon ein verboten großer Genuss. Das zählt zum allerbesten, was an der Saar geerntet wurde im trockenen Bereich. Überragend gut. Aber die Saar hat es 2023 eben auch super getroffen, das war bei Lauer und Van Volxem auch schon so. Einfach ein ziemlich perfektes Jahr.,