Das 2016er GG vom Karthäuserhofberg ist im Spätsommer 2026 aus der Schatzkammer des Weingutes als Late Release zu uns gekommen. Es stammt noch aus der Pre-Kauffmann-Zeit von Betriebsleiterin Julia Lübcke, die den Karthäuserhof derzeit wieder zu alter Stärke geführt hatte. Vergoren und ausgebaut in Edelstahltanks, wie zu der Zeit üblich auf dem Karthäuserhof. Holzfässer kamen erst wieder mit Mathieu Kauffmann ins GG. 2016 war ein elegantes, eher spätreifenderes Jahr mit feiner Aromatik, das von Anfang an große Harmonie gezeigt hat. Reife Quitte, Grapefruit, schöner Assam Tee, grüner Pfeffer und für den Säurechef aus Eitelsbach durchaus fein verwoben und anschmiegsam. Aber die typische Kräuterfrische durchzieht den Wein natürlich. Diese unglaubliche Frische und Mineralität, aber auch dieser leicht exotische hellgelbe Fruchtkern ist einfach beschwingt, berauschend schön. Der Mund ist sowohl klassisch Ruwer, so schlank, so frisch, und trotzdem für Eitelsbach schön saftig, fast charmant zu nennen. Verglichen mit dem Nachbarn Maximin Grünhaus etwas weniger mineralisch, etwas weniger Zug, dafür leckerer und feiner.