Georg Breuer: Riesling Rauenthaler Nonnenberg Monopol Spitzengewächs 2022

Georg Breuer: Riesling Rauenthaler Nonnenberg Monopol Spitzengewächs 2022

Weinclub

Limitiert

Zum Winzer

Riesling 100%
weiß, trocken
11,5% Vol.
Trinkreife: 2028–2052
mineralisch
frische Säure
Lobenberg: 97–100/100
Suckling: 96/100
Falstaff: 96/100
Deutschland, Rheingau
Allergene: Sulfite,
lobenberg

Heiner Lobenberg über:
Riesling Rauenthaler Nonnenberg Monopol Spitzengewächs 2022

97–100
/100

Im Nonnenberg stehen die ältesten Reben des Weingutes, die nur noch wenig Ertrag bringen, aber Theresa bringt es nicht übers Herz sie zu roden. Sie sind in den 1950er Jahren gepflanzt. Es ist auch klar die kühlste Lage in Breuers Portfolio. 1993 war der erste Jahrgang für den Nonnenberg von Theresas Vater Georg. Die Lage ist etwas abseits des Kerngebietes um Rüdesheim. Theresa sagt es ist immer eine Reise dorthin, obwohl es natürlich nicht weit ist, aber die Weinreben umgeben sie eben nicht, wie die der Lagen in Rüdesheim. Allein deshalb ist es ein besonderer Ort für sie. Vergärung und Ausbau im großen alten Holzfass, immer unberührt auf der Vollhefe bis zur Füllung. Sehr simpel, ein minimalistischer Ansatz. Der Nonnenberg ist zwar eine Monopollage an einem Stück, dennoch wird er nicht an einem Tag gelesen, sondern sehr gestaffelt. Für 2022 ist das ein verblüffend kühler, balancierter Fruchtausdruck. Insgesamt sehr dezent, typisch Breuer, nur wenig Frucht. Der Stein dominiert, aber anders als in der Lorcher Pfaffenwies, die feingliedrig-kristalliner ist, haben wir hier schon mehr Tiefe, richtig Substanz und viel mineralische Strahlkraft, irgendwo zwischen Feuerstein und Kreide. Warme Zitrusfrucht, Orangenblüte, schlanke Nektarine, Pfefferminze. Der Mund ist wahnsinnig rassig, hat einen ungeahnten Säurezug, straff gebaut, sehr steinig im Nachhall. Geniale Saftigkeit, die ich in dem warmen Jahrgang so nicht vermutet hätte. Aber umso schöner, der Trinkfluss ist fantastisch! Die Pfefferminzfrische dreht im Nachhall nochmal eine Ehrenrunde, kühl und voller Spannung. Ein Riesling, der die Seele des Rheingaus so schön ausdrückt, wie kaum ein anderer. Rauenthal hat es richtig gut getroffen in 2022, das war beim Ortswein auch schon so!

Jahrgangsbericht

Der paradoxe Extrem-Jahrgang 2022 präsentiert sich in Deutschland überraschend elegant, zugänglich und fein. Abseits jeder Hitze-Üppigkeit bestechen die Top-Weine mit reifem Säurespiel, klarer Terroir-Zeichnung und tänzerischer Brillanz – ein extrem selektiver, aber in der Spitze historisch großer Erfolg.

96
/100

Suckling über: Riesling Rauenthaler Nonnenberg Monopol Spitzengewächs

What a wild, lime and bergamot nose this remarkable dry riesling has. At once ripe and creamy, but stony and spicy on the medium-bodied palate. Very flinty and racy with great tension. Enormously long, spicy and wet-stone finish. Limited production. From organically grown grapes with Fair'n Green certification. Drinkable now, but best from 2025. 96/100

96
/100

Falstaff über: Riesling Rauenthaler Nonnenberg Monopol Spitzengewächs

Im Duft findet man Hefewürze, brenzlig-schieferwürzige Noten, Aromen von Orangenkonfitüre und Langpfeffer. Der Gaumen hat eine mehlige, dichte Phenolik, ein intensives Säurerückgrat, eine kräftige balsamische Würze und einen langen, zugleich geschmeidigen und bissigen Abklang. 96/100

Mein Winzer

Georg Breuer

Bernhard Breuer zählte zu den ganz großen Vordenkern des Deutschen Weinbaus. Das eigentliche Ausmaß seines Wirkens zeigt sich erst eine Generation später. Breuer war einer, der für Deutschlands Weine lebte und deren Potenzial frühzeitig erkannte.

Riesling Rauenthaler Nonnenberg Monopol Spitzengewächs 2022