Wie alles beim Mikro-Weingut Frontonio ist auch der Telescópico ein extrem rarer Wein und ein Paradebeispiel für die neue spanische Eleganz. Diese Cuvée stammt von über 50 Jahre alten Buschreben aus verschiedenen Hochlagen-Parzellen auf über 800 Metern Höhe, geprägt von Schiefer und Kalkstein. In diesem Jahr wurde die Selektion durch neue Weinberge in Alpartir und Morata weiter verfeinert, was die Präzision nochmals steigert. Vergoren mit einem hohen Anteil an Ganztrauben (bis zu 80 %) in Zement und für 12 bis 14 Monate in großen, ovalen Fudern ausgebaut, steht die vibrierende Frucht ganz klar im Fokus. Was für eine verführerische Nase: saftig, hell und von einer mineralischen Spannung durchzogen, die fast eher an einen großen Pinot Noir erinnert als an eine klassische Garnacha. Das Bouquet verzaubert mit Aromen von Granatapfel, Rosenblättern, wilden Buschwaldkräutern und einer feinen Note von Blutorange. Richtig feine Kirschfrucht, Veilchen und etwas kühler Waldboden paaren sich mit süßen Gewürzen und einem Hauch von Feuerstein. Im Mund zeigt sich eine perfekte Harmonie aus extrem feinem Tannin und dieser satten, seidigen Schwarzkirsche, kombiniert mit süßer Walderdbeere und Himbeere. Der Wein ist „incisive“ und hochelegant, mit einer mittleren Statur und einer Frische, die für die heiße Region Valdejalón fast schon sensationell ist. Alles ist leicht ätherisch unterlegt mit Noten von Orangenöl, Balsamico und einer genialen Würze im Abgang. Ein ultraschicker Hochlagen-Garnacha-Blend, der trotz seiner Komplexität einen unfassbaren Trinkfluss besitzt und eine Dimension von Mineralität zeigt, wie man sie nur in wirklich großen Weinen findet. Ein absoluter Preis-Genuss-Champion, der mit seiner lebendigen Säure und seiner puren, unverfälschten Art einfach nur ein Lächeln ins Gesicht zaubert.