2021 ist der erste Jahrgang für diesen Wein. Er stammt komplett aus dem Kallstadter Steinacker, also im Grunde eine Erste Lage. Die Reben stehen hier auf einem kleinen Plateau, was die Familie John gänzlich allein bewirtschaftet. Ein uraltes Riff aus purem Kalkstein. Die Johns haben hier teils alte Stöcke aus den 80er Jahren übernommen, teils nachgepflanzt und auch umveredelt. Es gibt nur ein Barrique von diesem Erstlingswerk. Hälftig entrappt und hälftig mit Stielen vergoren. Knapp 30 Monate auf der Feinhefe im gebrauchten Barrique, anschließend unfiltriert und nur minimal geschwefelt abgefüllt. Schon die Nase lässt großes erahnen! Ganz zarte Reduktion zu Beginn, sehr fein mit sehr dezenter Rauchnote. Abgehangenes Fleisch und Kirsche in allen Facetten. Vollreife, dunkle Frucht, Brombeere, aber auch Himbeere. Sehr ätherisch, auch leicht erdig. Noten von Lakritze kommen dazu, dann auch zerstoßener Kalkstein. Pures Burgund, pure Kraft und Tiefe. Am Gaumen hat das die Komplexität, die Länge eines Premier Cru! Süße Frucht, feinst poliertes Tannin, zarte Rappenwürze und filigrane Säurestruktur. Alles ist unglaublich stimmig. Der Kallstadter Pinot ist nicht unbedingt der beeindruckendere Wein im vergleich zum Kalkstein, sondern eher noch der elegantere. Toller Stoff, ein Langstreckenläufer! 96+/100