Der Wein wächst überwiegend in den Lagen Schloss Schwabsburg und Ölberg, ein bisschen Orbel ist auch dabei. Also alles am Roten Hang. Viel reduktive Spannung in der Nase, wie sie nicht untypisch ist für im Edelstahl spontan vergorene Rieslinge vom Schieferboden ist. Nach dem größeren Regen Mitte September hat Felix ordentlich Gas gegeben und alles recht fix reingeholt, weil er nicht wollte, dass ihm die Säure abhaut. Wow, was für eine lecker-pikante Frucht, Orange, Grapefruit ohne Ende, Nektarine, gelbe Blüten. So köstlich saftig, hat Zug und animierendes Spiel. Schlotzig, spritzig, salzig, mit Grip und erstaunlich kühlem Saft. So viel Schieferenergie, fast explosionsartig, das ist was den Roten Hang so genial macht. Das ist einfach ein großes Terroir. 93-94/100