Domaine William Fevre: Chablis Premier Cru Vaulorent Domaine 2023

Domaine William Fevre: Chablis Premier Cru Vaulorent Domaine 2023

BIO

Limitiert

Zum Winzer

Chardonnay 100%
weiß, trocken
12,5% Vol.
Trinkreife: 2028–2051
voll & rund
mineralisch
fruchtbetont
Lobenberg: 96/100
Parker: 94+/100
Suckling: 94/100
Decanter: 95/100
Revue du Vin de France: 94/100
Wine Spectator: 93/100
Jasper Morris Inside Burgundy: 93/100
Frankreich, Burgund, Chablis
Allergene: Sulfite,
lobenberg

Heiner Lobenberg über:
Chablis Premier Cru Vaulorent Domaine 2023

96
/100

Der Vaulorent ist quasi die Verlängerung des Hügels auf dem die Grands Crus von Chablis thronen. Nur ein schmaler Pfad trennt diesen Premiers Cru vom Grand Cru Les Preuses. Die Ausrichtung läuft über Südost nach Südwest und den Boden bildet eine tiefe Mergelschicht über dem Kalkstein. Nach der Handlese wird kurz abgepresst (2 Stunden) und ohne Pumpen nur mit Hilfe der Schwerkraft in 50% gebrauchte Barrique und 50% Edelstahltanks überführt und spontanvergoren. Danach Ausbau über 14 bis 16 Monate ebenfalls zu 50% im gebrauchten französischen Holz, zu 50% im Edelstahl. Der Vaulorent ist wahrscheinlich der König unter den Premiers Crus von Fèvre und einer der besten 1er Crus überhaupt. Vaulorent und Fourchaume streiten sich häufig um die Krone. Das ist genau das hervorragende Merkmal von Chablis im Gegensatz zum klassischen Burgund um Beaune. Struktur und immer wieder Struktur, Straffheit, leicht grünliche Frucht in der Nase. Sehr viel Mineralik daneben, Feuerstein, fast an Sancerre von Gaudry erinnernd. Leichte Blumigkeit an der Seite, Frühlingsblumen, aber auch ein Touch Bitterness und ein Hauch Papaya, neben etwas unreifer Litschi und straffer Birne, auch Netzmelone. Aber nichts ist süß, alles bleibt straff. Der Vaulorent reflektiert sicherlich den Jahrgang. Fèvre hat unglaublich viel durch Hagel verloren, wie fast alle in Chablis. Es gab hier vielleicht 14hl/ha. Dann folgte ein durchaus warmer bis heißer Sommer und das führte zu einer frühen Lese Anfang September, gerade vor den großen Regenfällen. Das heißt, wir haben hier eine sehr geringe Menge von extrem strukturierten Weinen, da muss man sich ranhalten. Der Vaulorent zeigt im Mund sogar noch mehr Struktur als in der Nase. Auch hier das leicht grünfruchtige Gerüst. Bei einem Rotwein würde ich sagen klarer Einfluss von Rappen, das kann bei einem Weißwein nicht vorfallen. Trotz der leichten Phenolik der ultrakurzen Standzeit vorm Abpressen ist hier natürlich nichts auf der Maische vergoren worden. Der Wein ist unglaublich frisch. Diese frische Grapefruit- und Zitrus-lastigkeit kämpft mit einer leicht phenolischen Tanninstruktur und der fast scharfen minzig-steinigen Mineralik um die Vorherrschaft. Die leicht grünliche und deshalb so schöne Frucht aus Grapefruit, Netzmelone, Litschi, weißem Pfirsich und nicht sehr reifer Birne bildet dann mit dem sehr deutlich ausgeprägten Feuerstein, der sich anfühlt als würde man über einen Kieselstein im Mund trinken, den weiteren Rahmen. Das ist für mich ein großer Premier Cru, der in genau dieser Straffheit eben so besticht. Denn weich und lecker kann in Chablis jeder, aber so einen fast ganz großen Wein als Premier Cru hinzustellen ist schon ziemlich großes Kino. Ich bin geflasht von diesem 1er Cru.

Jahrgangsbericht

Der generöse Jahrgang 2023 brilliert im Burgund als grandiose Symbiose aus Terroir-Transparenz und cremiger Zugänglichkeit. Bei moderatem Alkohol bestechen die charmanten Weine mit feiner Seidigkeit und reicher Frucht, während die Chardonnays mit cremiger Brillanz und unerwarteter Frische verzaubern.

94+
/100

Parker über: Chablis Premier Cru Vaulorent Domaine

Sourced from the upper part of the climat and planted with 40- to 60-year-old vines, the 2023 Chablis 1er Cru Vaulorent wafts from the glass with a deep bouquet of lemon oil, white flowers, orange peel, peach, pear and a delicate reductive signature. Medium- to full-bodied, concentrated and layered, it is framed by ample, chalky structuring extract and racy acidity, concluding with a persistent, saline finish. This is a terrific performer once again.

94
/100

Suckling über: Chablis Premier Cru Vaulorent Domaine

A bit more vertical than the more complete, rounder Fauchaume. This shows a touch of smoky, flinty stones with slightly crisper acidity. Lots of brightness with a saline, pithy finish. It challenges you a bit more with slightly more austerity perhaps. Drink or hold.

95
/100

Decanter über: Chablis Premier Cru Vaulorent Domaine

The Vaulorent from Fèvre is more mineral than its Montée de Tonnerre, if a bit less lush, with aromas of lime peel, mirabelle plum, and passion fruit. The texture is chiselled and concentrated, with layers of tightly wound extract and a dense, chalky finish. The grapes are from 3.6ha in Vaulorent, which is part of Fourchaume but located on the side of the grands crus. Winemaker Didier Séguier chooses his favourite blocks for this bottling and crafts a 'classic' Fourchaume from the rest. Fermentation is done in older casks for 40-50% of the grapes.

Verkostungsnotiz
94
/100

Revue du Vin de France über: Chablis Premier Cru Vaulorent Domaine

The Vaulorent premier cru impresses with its subtle mineral reduction, but above all with its balance between finesse and smoothness: an iron fist in a velvet glove.,Translated with DeepL.com

93
/100

Wine Spectator über: Chablis Premier Cru Vaulorent Domaine

Distinctive, this white is downright spicy, featuring flavors of peppery greens, lemon, lime zest and mineral, plus a hint of white pepper. Well-defined and balanced, with a long, stony finish. Best from 2026 through 2038.

Verkostungsnotiz
93
/100

Jasper Morris Inside Burgundy über: Chablis Premier Cru Vaulorent Domaine

Pale but glowing, a note of citron confit, an additional depth compared to the Fourchaume. More flesh but perfectly proportioned, fine and elegant, and very long indeed. This should be first class. Flavours will absolutely not go away! As much yellow as white but balanced. Drink from 2028-2036. Tasted Jun 2024.

Mein Winzer

Domaine William Fevre

Für »Maison Fèvre« wird doppelt so viel abgefüllt wie für die Domaine Fèvre, dementsprechend groß ist auch der Unterschied in der Qualität. Die Domaine ist nur biologische Weinbergsarbeit, was bei „Maison“ natürlich nicht der Fall ist, schon daher darf man diese beiden Teile qualitativ nicht...

Chablis Premier Cru Vaulorent Domaine 2023