70 Prozent Merlot und 30 Prozent Cabernet Franc. Gelesen wurde vom 6. bis zum 15. September. Der Ertrag lag bei 23,5 Hektolitern pro Hektar. Die Maische wurde für 29 Tage im Beton vergoren. Der pH-Wert liegt bei 3,43, der Alkoholgehalt bei 14 Volumenprozent. Satte Schwarzkirschnase mit viel Veilchen. Üppig, duftig und reich, aber nicht schwer, sondern ultrafein. So fein war die Nase über all die Jahre, in denen ich den Wein begleite, noch nie! Das ist einfach nur noch schick! So verspielt, so feines Tannin in der Nase schon. Feine dunkle Lakritze, Nougat und Nutella. Immer wieder diese Schwarzkirsche, sehr dicht und gleichzeitig ultrafein. Ein köstlicher Mund. Wow, das ist ja unglaublich lecker schon beim Angang! Feinste Schwarzkirsche, etwas Tabak und Zedernholz, darunter roter Kirsche und Sauerkirsche mit feiner Lakritze und wieder Nougat. Tolle salzige Länge, die schwarze Frucht rollt immer wieder hoch. Das Ganze in einem seidigen Tanninbett. So spielerisch schick! Der Wein wird immer köstlich zu trinken sein. Das ist Gevrey-Chambertin Premier Cru in bester Ausprägung aus einem warmen Jahr. Reich, aber immer ultrafein, wollüstig und trotzdem schlank. Immer auf der seidigen Tanninstruktur laufend. Einfach ein grandioses Leckerli – großes Kino! *** Ganze 1,5 Hektar umfassen die Weinberge von Clos de la Vieille Eglise, die inmitten der Rebflächen von Eglise Clinet liegen. Die Familie von Jean-Louis Trocard, in Person des Sohns Benoit, bewirtschaftet die Flächen organisch und händisch in reinster Form. Seit der finalen Eigentumskonzentration auf nur noch einen Familienzweig der Trocards im Jahr 2005 werden hier auf Pomerols bestem Terroir seit einigen Jahren sensationelle Ergebnisse erzielt. Neben den berühmten Namen Pétrus, Lafleur, Le Pin, Vieux Château Certan und Trotanoy wahrscheinlich die kostbarsten Weinberge auf dem Plateau Pomerols. 70 Jahre alten Reben, 70% Merlot und zu 30% Cabernet-Franc ergeben jedes Jahr nur 6.000 Flaschen. Die Vergärung findet spontan im Beton statt, der 18-monatige Ausbau zu 60 Prozent in neuen Barriques, zur 40 Prozent in gebrauchten. Wir haben hier einen recht lehmigen Boden, weißer Lehm auf Kreide und Kalkstein.