Das Besondere an der Oenothèque-Abfüllung ist die extreme Geduld und Ruhe beim Ausbau. Nach der Lese 2013 verbrachten die Grundweine zunächst gut zwei Jahre in sorgfältig ausgewählten, alten Holzfässern, wo sie mit weinbergseigenen Hefen fermentierten. Anschließend wurde der Wein zur zweiten Gärung auf die Flasche gezogen. Im Gegensatz zur regulären Abfüllung ruhte der Jahrgang 2013 in der Oenothèque-Version noch einmal etwa acht bis neun Jahre tief in den Kellern auf der Feinhefe, bevor er degorgiert wurde. Durch diesen extrem langen Hefekontakt erlangt der Champagner eine unglaubliche Tiefe, natürliche Stabilität und innere Harmonie, sodass er gänzlich ohne den weiteren Zusatz von Versanddosage oder Sulfiten auskommt. Ein Wein, der schon früh die Größe und Reife der perfekten Champagne zeigt. Dieser Wein schlug in einer Blindverkostung alle Mitbewerber. Knackige Äpfel, frische Zitrusfrüchte und weiße Blüten verschmelzen mit Noten von gebackener Birne, zartem Biskuit und Honig. Am Gaumen zeigt der Champagner seine wahre Kraft und Lebendigkeit. Er ist sehr vollmundig, griffig und strotzt vor vibrierender Energie. Die für das Haus Marguet typische, ganz sanft oxidative und rauchige Stilistik verleiht ihm eine faszinierende Würze. Die Trauben für diese besondere Cuvée stammt nicht aus Marguets eigenen Weinbergen, sondern aus denen seiner gleichfalls konsequent biodynamisch arbeitenden Kollegen. So kommt der Chardonnay (50 %) von David Léclapart, die insgesamt 25 % Pinot Meunier je zur Hälfte von Vincent Laval sowie Benoît Lahaye und der Pinot Noir (25 %) ebenfalls von Lahaye. Vinifiziert wurde der Sapience von Benoît Marguet und Hervé Jestin, dem wohl gefragtesten Berater biodynamischer Wirtschaftsweise in der Champagne. Die Trauben stammen also aus Trépail, Cumières und Ambonnay.