Die KIN-Weine bieten einen großartigen Einstieg in das beeindruckende Sortiment von Alkina. Die Trauben stammen immer aus den Parzellen, die einen zugänglicheren, saftigeren Charakter in den Weinen hervorbringen. Zudem bietet die KIN-Serie auch immer eine Möglichkeit für das Team, sich durch Experimente – beispielsweise mit einem längeren Kontakt des Weins mit den Traubenschalen oder dem »Spiel« mit dem Anteil an Ganztrauben – weiterzuentwickeln. Dieser Semillon stammt für gewöhnlich hauptsächlich von den jüngeren Rebanlagen des Blocks 26 B. Etwas Semillon Gris kommt aus Block 27 und ein kleiner Teil von alten Reben aus der Parzelle »Old Quarter«. Nach der Handlese wurden die Trauben direkt gepresst. Anschließend wurden der frei ablaufende »Free Run Juice« und der Presswein separat behandelt: Der frei ablaufende Saft wurde im Stahltank vergoren, und nach Abschluss der Gärung wurde die Hefe darin sanft aufgerührt, um dem Wein seine Cremigkeit zu verleihen. Der Pressmost wurde zum Teil auf der Grobhefe vergoren und zum Teil 12 Tage lang auf den Traubenschalen belassen, um ihm Textur zu verleihen. Anschließend kamen je 10 Prozent dieser beiden Partien zurück in den finalen Blend mit dem Free Run Juice. Die Malo wurde teilweise unterbunden, um die geniale Frische zu bewahren, und der Wein dann vier Monate lang in einer Mischung aus Stahltank und gebrauchter Eiche ausgebaut. Diesen Semillon gibt es in nur relativ kleiner Stückzahl, je nach Jahrgang zwischen 6.000 und 10.000 Flaschen. Mittleres, brillant leuchtendes Zitronengelb. Intensive, harmonisch strahlende Nase voll knackiger und perfekt reifer, grüner sowie gelber exotischer Frucht. Limettenabrieb, Kumquat, Sternfrucht, Guave und Mango. Orangenblüten, aber auch Kamille im Spiel mit Zitronenmelisse und zarten Noten von Piniennadeln, Eukalyptus, weißem Harz, verwobenen weißen und braunen Gewürzen auf salziger, dezent rauchiger Mineralik. Dieses Sammelsurium an Aromen ist absolut genial aufeinander abgestimmt! Vielschichtig und andersartig ist das ein »kleiner Wein«, der nach mehr schmeckt und die Aromenzentrale im Gehirn kitzelt und stimuliert. Der Mundeintritt ist salzig und zugleich saftig – man hat trotz der erfrischenden Säure des Weins beinahe einen süß-sauren Eindruck am Gaumen. Frisch gepresste Zitrone mit weißfleischigem Pfirsich, Nektarine und Limettensalz im Nachhall. Viel Geschmack und viel Spannung bei einem gerade mal moderaten Alkoholgehalt auf der Uhr. Der perfekte Zechwein mit hochindividuellem Geschmack. Lecker! Die Etiketten wurden übrigens vom Künstler Damian Hamilton gestaltet.