Burgberg wächst komplett auf Quarzit, zum Teil auch ein bisschen eisenhaltiger Boden. Das ist die östlichste der drei Großen Lagen bei Diel. Grundsätzlich hat das Tal hier ein Bodenkonglomerat aus der Perm-Zeit, alles Urgesteinböden. Spontan vergoren und für ein Jahr im Stückfass ausgebaut. Danach in Edelstahl abgestochen auf der Feinhefe und dann im September 2024 nach zwei Jahren auf den Markt kommend. Mit dem Jahrgang 2017 hat Diel auf einen zweijährigen Ausbau beim Burgberg umgestellt. Diese östliche Nachbarlage des Goldloch braucht immer etwas mehr Zeit, daher dieser logische und konsequente Schritt. Spontangärung und erstes Jahr Ausbau im Stückfass, dann Umzug mit der Feinhefe in einen Edelstahltank für ein weiteres Jahr vor der Abfüllung. Der Burgberg hat eine unglaubliche Dichte und Power, aber ist eben auch feinziseliert, das ist immer der Hammerwein bei Diel. Auch durch das längere Hefelager hat er immer die größte Dichte. Der Wein ist sehr ruhig, sehr erhaben, wie bei PJ Kühn. Strahlt klar Grand Cru-Gene aus. Wir haben eine saftige, dichte, gelbe Frucht von Kumquat, Mandarine und Grapefruit, also warme Zitrusfrüchte, auch ein bisschen grüner Speck. Ein tänzelnder Athlet mit wahnsinnig viel innerer Kraft. Ja, es ist wirklich vor allem Balance, die diesen Wein grandios macht. Burgberg ist immer stimmig, immer passend, ähnlich wie die Hermannshöhle. Da gibt es selten etwas auszusetzen, weil alles in einander greift, wenn er genug Zeit bekommt. Kühler Saft und dunkelbeeriger Druck und doch diese kristalline Feinheit. Mehr an den Druck und Schmelz von Rheinhessen angelehnt, aber in diesem eigenen Stil schon sehr weit vorne. Das ist richtig stark!