Der Sommer war relativ warm und zugleich mit ausreichend Regen, der dann im Herbst nochmal zulegte und einiges an Botrytis in den Weinbergen ausbrechen lies. Bei Heymann-Löwenstein gibt es seit vielen Jahren einen Sortiertisch, der war in 2025 natürlich sehr hilfreich. Die Botrytis wurde komplett aussortiert, eine Heidenarbeit. Dadurch war der Ertrag sehr gering, lag bei nur 38 hl/ha im Betriebsschnitt, einfach weil so viel aussortiert werden musste. Der Vom blauen Schiefer ist nur ein einziges Stückfass in 2025, also 1200 Liter. Wir haben die mentholige Frische des Blauschiefers mit wahnsinniger Intensität, dann kommt weißer Pfirsich, Eukalyptus, grüne Birne, Anis. Der Vom blauen Schiefer hat neben den cremig-schmelzigen Schieferterrassen die höhere innere Spannung. Der Stil von Heymann-Löwenstein ist einfach einzigartig. Von der Textur und dem Mundgefühl mit die französischsten Weine der gesamten Mosel, aber die Musik des Schiefers spielt natürlich auch immer unterschwellig mit. Wunderbar saftig und mundfüllend in 2025, das ist viel Wein, satt und intensiv. Man spürt die hohe Reife des Leseguts in diesem dichten Schmelz, dann wieder Menthol, weißer Pfeffer, er geht nie in die Breite. Wenn der Schieferterrassen der Zechwein par excellence bleibt, dann hat er mit dem Vom Blauen Schiefer jetzt einen minzig-kühleren und hellfruchtigeren Bruder im Geiste bekommen.