Hochfeine Nase mit Lakritze, Buchweizen und Orangenzesten. Dazu die wunderbar expressive Frucht, Kirsche, Pfirsich und Erdbeere. Aufgrund der drainierenden Böden bleibt alles delikat und sehr fein. In der Nase merkt man schon das Potential dieser Serine. Charaktervoll, reich und doch stets tänzelnd. Im Mund rote und schwarze Beeren und ein wenig Rote Grütze. Dazu der beeindruckende, sauer-salzige, Lakritz-Schub. Hochelegant und expressiv, jedoch zu keinem Zeitpunkt fett oder gekocht. Die Aromatik bleibt, trotz der Kraft, extrem elegant. Ein unglaublich hedonistischer Hermitage. Schon die ungeschwefelte Fassprobe des biodynamisch erzeugten Weins macht große Freude! Extrem schick! Die rote Frucht rollt ständig über die Zunge. Dazu reiht sich eine beeindruckende und erhabene Salzigkeit. Der Wein bleibt so wunderbar unaufgeregt während er gleichzeitig so unheimlich viel Spannung zeigt. Das Finale ist wahnsinnig lang und wird von den warmen Tanninen förmlich gestützt. In seiner Eindeutigkeit dem zuvor probierten Hermitage Les Miaux klar überlegen. In seiner Komplexität schon sehr nah an der Perfektion! *** Les Dionnières liegt im östlichen Teil des Hermitage, in Süd- und Südostexposition. Sehr viel Sandanteil im Untergrund, deshalb feiner als Le Méal. Es gibt hier auch sehr viel Kalk, blauen Lehm und Kieselsteine. Le Méal ist aber im Vergleich viel massiver und mit einer deutlich schwärzeren Ausrichtung. Der feinere Dionnières wächst unterhalb von Le Méal, im unteren Teil des Berges, wo es langsam in sanftere Hänge übergeht. Zwischen Le Méal und Les Dionnières liegt jedoch fast ein Kilometer Luftlinie, sie grenzen also nicht direkt aneinander. 60 Prozent der Cuvée machen die alten Syrah-Klone mit den sehr konzentrierten, kleinen Beeren aus, sprich Petite Syrah, auch Serine genannt. Zwei Hektar befinden sich im Eigenbesitz von Ferraton. Die Reben wurden in den 80er-Jahren gepflanzt. 5.000 Stöcke pro Hektar. Es wird biodynamisch bearbeitet, im Keller komplett entrappt und dann im Beton spontan vergoren, inklusive Malo. Der Ausbau erfolgt zum Teil in neuen und gebrauchten Barriques, zum Teil in Tonneaux und seit 2022 nur noch auf der Feinhefe, um die aus der Fermentation und Malo entstehenden Grobheiten und kleinen Fehler zu minimieren. In 2023 liegt der Anteil Neuholz bei rund 20-25 Prozent. Gelesen wurde Mitte September, 30 Hektoliter Ertrag pro Hektar. Der kleine Ertrag liegt natürlich auch bei diesem Wein an der kleinbeerigen Serine. Dadurch, dass der Winemaker Damien den Schwefeleinsatz auf ein Minimum reduziert – im Keller wird den Weinen erst nach drei Monaten im Fass minimale Mengen zugegeben – werden die Weine deutlich präziser und eleganter. Auch zieht er die Weine nach der Malo ohne die Vollhefe aus dem Beton. Die Weine kommen etwas weniger voluminös und fleischig rüber. Der Alkoholgehalt der Weine liegt zwischen 13 und 13,5 Volumenprozent.,