Ihre Wirtschaftsweise bezeichnen Julia Bertram und Benedikt Baltes als »kölsch-biodynamisch«, also biologisch mit biodynamischen Präparaten. Allerdings sind nicht alle Weine vollständig zertifiziert. In ihren Weinbergen arbeiten Bertram-Baltes mit Permakultur in Dauerbegrünung. Das ist in der Steillage mit alten Reben ein extremer Aufwand. Alle Weine werden komplett gleich bearbeitet, schon der Gutswein Handwerk wird händisch Beere für Beere selektiert auf dem Sortiertisch, bis hoch zu den Lagenweinen. Die spontane Vergärung findet in offenen Edelstahl-Gärständern statt. Bei Bertram-Baltes gibt es mittlerweile nahezu keine Barriques mehr, alles wird in 600 und 1200 Liter Fässern ausgebaut, keinerlei neues Holz. Den Weinen wird nichts nichts hinzugefügt und nichts weggenommen. Vor der Füllung wird leicht geschwefelt, that's it. Der Hardtberg ist sonnig exponiert, aber windoffen und kühl durchlüftet. Ein sehr stylischer Duft von nassem Gestein, Schießpulver und süßer Kirsche. Darunter etwas Bleistiftabrieb und auch feine Rosenblätter. Eine ganz feine Klinge im Mund, straight, schnörkellos, mit straffem Geradeauslauf, kirschig auf steiniger Unterlage. In der Jugend reduktiv und etwas verschlossen, ein, zwei Stunden in der Karaffe tun dem Wein sehr gut, dann strahlt er. 95-96+/100