Opulente, überquellende Nase mit viel schwarzer Frucht. Es ist der erste Wein in 2021 mit satter Kirsche. Darunter Cassis und süße Brombeere, dazu Holundern und auch viel Anis und Minze. Trotzdem ist der Wein nicht fett in der Nase, er bleibt fein, aber er ist reich, dicht und vor allen Dingen hocharomatisch. Garrigue-Würze darunter und provenzalische Kräuter, dazu wieder diese Lakritze, aber auch Zigarrenkiste und Sandelholz. Ein reicher und zugleich schlanker Wein mit einer kühlen Fruchtaromatik. Der saftige Mund bleibt erstaunlich schlank. Satte Schwarzkirsche, hohe Säure, rote Johannisbeere und Säure aus schwarzer Cassis. Auch hier wieder Anis und Minze, aber auch schwarzer Pfeffer. Reich und trotzdem kühl in seinem saftigen Trinkfluss. Sicherlich der erwartbarste Wein dieser ganzen Reihe. Der La Poza de Ballesteros bleibt sich treu in seiner Opulenz. Er erfüllt die Erwartung an diese warme, reiche Lage. Trotzdem finde ich ihn weniger spannend als den San Lázaro oder La Hoya, geschweige denn den Carretil. Aber ein ganz großer Wein allemal. 97-100/100 *** La Poza de Ballesteros ist ein Weinberg mit 1,18 Hektar Reben in den Gemeinden Elvillar und Álava. Er liegt gegenüber der Lage Valdegines in einem Tal mir einem kleinen Bächlein in der Mitte. Die Reben stehen in Westexposition, sie wurden 1960 gepflanzt. Die Trauben werden bei Artadi grundsätzlich entrappt. Spontane Gärung, der Wein wird anschließend im Holz ausgebaut. Artadi möchte über alle Weine hinweg den Anteil an Neuholz Stück für Stück auf zehn Prozent reduzieren. Gleichzeitig steigt sukzessive der Anteil an größeren Fässern.