Eine dichte, enorm reiche und süße rote Kirschnase. Mit Walderdbeere und Waldhimbeeren dazu. Unglaublich schick und fein verwoben! Ein bisschen Druck von den Rappen – 30 Prozent landen in der spontanen Fermentation im offenen Holzgärständer. Ausbau dann in Amphoren, in neuen und gebrauchten Barriques und ein wenig im 500-Liter-Fass. Die Nase ist eine Ode an die Freude mit dieser schicken Erdbeere und Himbeere! Was soll ich sagen zum Mund: Très chic! So viel rote Kirsche und Schattenmorelle, dazu Walderdbeere und Waldhimbeere. Alles läuft auf rot. Ein bisschen rote Johannisbeere und ein kleiner Hauch Chili mit toller salziger Länge! Das ist Castillon in seiner schönsten Form! La Mitote liegt ganz in der Nähe von Monbadon und ist stilistisch durchaus ähnlich mit Monbadon und sogar Clos Louie in dieser wunderbaren Leichtigkeit und rotfruchtigen Erhabenheit. Castillon 2025 ist ein so wahnsinniger Erfolg für diese Appellation! Zusammen mit Montagne und Saint Georges, ist den Satelliten von Saint-Émilion in diesem Jahr echt der Durchbruch gelungen! So fein und schick! Die Tannine sind total geschliffen. Reichlich vorhanden, aber tänzelnd und ganz fein. Eine große Ode an die Freude! Im Charakter der Rotfruchtigkeit ähnelt das auch ein wenig Jean Faure aus Saint-Émilion oder Coutet. Dieser La Mitote ist eine wunderbare Entdeckung! Wir führen ihn seit einigen Jahren. Er ist so rar und selten, aber auch so unentdeckt! Ich weiß nicht, ob ich ihn höher bewerten soll oder kann als 2022, der war nämlich auch schon wahnsinnig gut. Aber er war massiver und dichter. 2025 ist ätherischer, feiner, eleganter und schwebender… Selbe Punktzahl. Einfach nur ein Traum aus Castillon! *** Pierre Taix gilt neben Benoit Trocard als der genialste Weinmacher in Lussac und Puisseguin, den kleinen Randgemeinden nordöstlich von Saint Emilion. Die Randgemeinden sind das Zentrum der organischen, biologischen, und biodynamischen Winzer, hier geht echt die Post ab. Das gleiche Kalksteinterroir an der Grenze zu Castillon wie das obere Plateau von Saint-Émilion. Perfekt für die immer trockener und wärmer werdenden Jahrgänge und klimatisch perfekt für Biowinzer, die nicht umsonst in und um Saint Emilion ihr Eldorado gefunden haben. Pierre Taix vinifiziert auf seinem Heimat-Château Fongaban köstlich und in Anbetracht großer Qualität wahnsinnig preiswerte Weine aus Castillon. Neben seinem Fongaban-Weinberg in Castillon liegt in höherer und kühler Exposition auf reinem Kalkstein neben Monbadon ein fast 60 Jahre alter, immer schon organisch gepflegter Weinberg von nur etwas über 2 Hektar. 84 Prozent Merlot und 16 Prozent Cabernet Franc als gemischter Satz, seinerzeit schon aus einer Sélection Massale der besten Reben Castillons gepflanzt. Dichtpflanzung mit winzigen Erträgen je Stock, unter 500 Gramm. Der Wein wird in kleinen Körben per Hand geerntet. Dann kommt der Sortiertisch und das Rüttelpult. Vollständig entrappt und im offenen Holzbottich spontan bei 24 Grad vergoren, Malo im Tonneau, Schwefel erstmalig nach der Malo. 18 Monate Ausbau im 500 Liter Tonneau und Beton-Amphoren.