Le Méal ist eine der berühmtesten Lagen im Hermitage überhaupt. Das gilt für Chapoutier und Ferraton, aber auch für Michel Tardieu, der den größten Teil seines Hermitage aus dem Le Méal holt. Le Méal liegt in der Mitte des Hermitage-Bergs in Südexposition. Der Untergrund ist Alluvial und quarziger Kalksand. Flusssedimente, die teilweise auch in Crozes-Hermitage auftreten. Hier allerdings nicht mit viel grobem Stein, sondern eher feiner. Die Lage von Ferratons Le Méal zieht sich komplett rechts von Jaboulet Ainé, in der Nähe der obersten Spitze des Ermitage-Hügels, neben Les Bessards, den Chapoutier Le Pavillon nennt, bis ganz nach unten. Die Reben sind im Durchschnitt 40 Jahre alt. 8.000 Pflanzen pro Hektar. Der Hermitage aus der grandiosen und berühmten Lage Le Méal ist sicherlich der größte und energiegeladenste Rotwein bei Ferraton und generell immer einer der allerbesten Hermitage und Rotweine der Rhône. Immer eine ganz große Nummer! Große Lage, großer Wein, großer biodynamischer Erzeuger… Eine unglaubliche Spannung, Energie und Dynamik in der Nase. Obwohl auch der Dionnieres außergewöhnlich gut ist in 2024, stellt ihn der Le Meal in den Schatten. Es ist der viel kompaktere, mineralgetriebenere und größere Ausdruck. Die Mineralität ist irre. Eine Salzexplosion am Gaumen, Stein, Garrigues, Austernschale, Zitronenthymian, Grapefruit, Unterholz. Die Textur ist von einer straffen, fast bissigen Frische durchzogen, die den warmen Stein und die samtige Frucht unterlegt. Das ist kein reines Charme-Jahr wie 2022 oder 2023. Das setzt schon etwas Kenntnisse der Nordrhône voraus, diese hochintensiven, aber straffen 2024er schätzen zu können. Aber die Kombination aus klassischer Fruchtauslegung in totaler Reife, sehr treibender Säurefrische und perfekter Tanninreife sind schon Weltklasse in 2024. Für mich das beste Jahr seit 2016 und 2019 für diesen Wein – und den Großteil der Range bei Ferraton, auch wenn es viel subtiler ist als die Vorjahre.