Der Wein stammt aus den vier verschiedenen Terroirs Colombis, Cristia, Rayas und Les Roues. Colombis ist hierbei namensgebend. Ganz im Westen der Appellation gelegen mit kalkigen Sandböden. Rayas und Cristia sind hingegen benachbarte Lagen im Osten des kleinen Örtchens. Und ja, es handelt sich hierbei um die Lage, die dem Legendären » Château Rayas « seinen Namen gibt. Der Colombis vereint drei Bodenarten in sich: Sand und Safres (komprimierte Muschelschalen) um Courthezon im Norden, den lehmigen Tonboden von La Crau im Osten und die Galets Roulés um die Domaine Saint Prefer im Süden der Appellation. Es ist also ein ziemlich komplettes Mosaik von Châteauneuf in voller Pracht. Jede Lage für sich ist schon ein perfektes Terroir für Grenache. Für die Cuvée Colombis werden jedoch nur Parzellen gewählt, die mit sehr alten Reben bestockt sind - in diesem Fall 80 Jahre alte Reben. Hier wird die ganze Heterogenität der Terroirs von Chateauneufs ausgenutzt. Von granitigen Galêts in Colombis, bis zu kalkigen Sandböden in Rayas. Ähnlich wie sein kleiner Bruder darf auch der Colombis für zwei Jahre ins Fuder und in Amphoren. Seit 2004 die Paradecuvée von Isabel Ferrando und seit jeher ultra limitiert, werden heute nur circa 6000 Flaschen produziert. Die Nase ist typisch Chateauneuf. Garrigues, dunkler Pfeffer, Arabica in Kombination mit einer intensiven dunklen Kirschfrucht. Hinzu kommen Rosenblüten und Grapefruit. Wir haben eine wahnsinnige Expressivität, eine Duftwolke sondergleichen. So viel Wein, man weiß gar nicht, wie man diese ganze Komplexität aufnehmen soll, die da aus dem Glas schwappt. Wir haben eine ähnlich opulente Exotik, wie sie auch Rayas haben kann, und das mit derselben Eleganz und Finesse im Kern. Es ist schon verblüffend, wie herrlich vollreif und elegant hier alles duftet. Alles bleibt in seiner natürlichen, aromatischen Perfektion. Im Mund rollt der Wein mit einzigartiger Sinnlichkeit und Fülle über die Zunge. Erneut ist alles am rechten Fleck. Nichts wirkt breit. Das ist ein Feuerwerk an köstlicher Dekadenz. Herzkirsche, Brombeere, dazu die dunkle Würze von Pfeffer und Kräuter der Provence. Zarte Lakritztöne und heller Tabak. Der Wein spült mit jedem Schluck einen warmen Schleier von köstlicher Provencearomatik über den Gaumen. Es ist Isabels Stil den Weinen eine hohe Säure zu belassen. Und genau das in Verbindung mit butterweichen Tanninen macht diesen Wein so wunderbar spannend. Ein großer Chateauneuf-du-Pape, der doch so eigenständig elegant in seiner Stilistik ist!