Wie immer ist der Pelican ein reiner Sauvignon Blanc. Jeweils zu einem Drittel im Barrique, im großen gebrauchten Holz und in der Amphore ausgebaut. Nur ganz dezente 10% Neuholz. 12,8% Alkohol. Natürlich Demeter, wie alles hier auf Doyac. Ich bin jedes Jahr aufs Neue beeindruckt von diesem Wein, weil es einfach ein so großartiger Wert ist. Sooo ein genialer, frischer, mineralisch-zupackender weißer Bordeaux, da muss man sich schon wirklich lange umschauen, um etwas ansatzweise Vergleichbares in diesem Preisbereich zu finden. In der Nase einerseits so angekommen und komplett, andererseits auch irgendwo aufregend und vibrierend. Helle Babyananas, ein Hauch Netzmelone, zart rauchige Steinigkeit. Muschelschale, Zitronengras, kandierte Limette, grüner Apfel nebst grünlicher Aprikose. Man riecht hinein und weiß sofort wie der Wein schmecken wird: Glasklar, geradlinig und animierend. Und sobald er auf die Zunge trifft, wird dies auch bestätigt. Saftige, reife Zitrusfrucht mit feinen Stachelbeernoten trifft auf zupackende, steinige Mineralität. Sehr pikant in dieser feinziselierten Säure, die einerseits so prägnant ist, dass die Augen schmal werden, andererseits auch so geschliffen daherkommt, dass der Wein niemals anstrengend wird. Beeindruckende Länge in dieser vibrierenden, kalkigen Ader. Sehr geniale Bitterkeit aus Zitrusfrische mit saftigen Apfelnoten dazu. 2023 ist für mich qualitativ sogar noch über dem großartigen 2022er, weil er einen Hauch mehr Frische zeigt. Ich kann mich nur wiederholen – ein genialer Wert! *** Château Doyac ist ein ganz kleines Weingut mit wirklich extrem arbeitenden Besitzern, im Grund so eine Art zweites Clos Manou. Spezielles Terroir mit reinstem Kalkstein. Doyac liegt direkt neben der Appellation Saint-Estèphe, etwas im Süden davon.