Das sind uralter Pinot Noir-Reben, dieser nördliche Weinberg ist eine Rarität an der Côte de Nuits. Hohe Intensität und feine Duftigkeit, das ist sehr eigenwillig. Auf reinem Kalkstein nördlich von Dijon gewachsen. Überwiegend rote Frucht in eher schlanker Anmutung, Sauerkirsche, Johannisbeere, Cranberry, kein Fett, keine Wärme, kein Holzeinfluss, eher nördlich-kühl im Ausdruck. Dieses Terroir passt dermaßen gut zu 2021. Diese rotbeerige, sauerkirschige Expression ändert sich auch im Mund nicht. Leichtfüßig, tänzerisch, bis dann feinkörniges Tannin zupackt im Finish. Es gibt schon eine gewisse Konzentration in diesem Wein, er hat schon Druck und Saft, aber eben auch Finesse und feinsaftiges Spiel, das von hoher Frische und strammer Säure getragen wird. Ein bisschen Grenadine und Veilchen. Erstaunlich kraftvolle Struktur für einen Bourgogne, ein paar Jahre Reife sind gar kein Problem. Der 2021er zeigt sich ebenso transparent und klar wie das Vorjahr 2020, sehr fein und fruchtig. Beide sind qualitativ auf demselben Level und tolle Weine, es kommt nur drauf an ob man mehr diese wuchtigere Kraft und Tiefe von 2020 sucht oder die leichtfüßige, fruchtige Finesse von 2021. 92+/100