Das Weingut Conterno Fantino liegt in Monforte d´Alba. Bereits seit vielen Jahren wird hier zertifiziert biologisch gearbeitet. Im Keller werden alle Weine komplett entrappt und spontan im Stahl vergoren, die Beeren werden nicht angequetscht. Rund zwei Wochen dauert die Gärung in den Rotofermentern, die hier verwendet werden. Die Häute platzen durch diesen Prozess von selbst auf. Nach zwei Wochen werden die Schalen rausgenommen und der Wein für eine Woche sedimentiert. Wenn er clean ist, geht er anschließend direkt ins Barrique. Ein Drittel Neuholz, zwei Drittel gebrauchtes Holz. Die Malo findet im Barrique statt. Fabio, der Weinmacher, schwört darauf, weil es die Farbe stabilisiert und durch die auftretende Mikrooxidation dem Wein reduktive Noten genommen werden. Die Farbstabilisation merkt man hier direkt, weil die Weine im Vergleich deutlich dunkler sind. Nach einem Jahr in den Barriques wird die Hälfte des Weins in größere Fässer umgezogen. Alle Barolo werden bei Conterno Fantino so erzeugt. 2013 war der erste Jahrgang dieses Weines. Conterno Fantino hat neben den eigenen Weinbergen diesen Weinberg für eine längere Zeit von 30 Jahren gepachtet. Die ältesten Reben wurden hier 1969 gepflanzt. Der Vigna Pressenda ist eine Sublage im Cru Castelletto. 380 Meter Höhe auf leichteren, etwas sandigeren Böden. Die Reben sind nach Südosten exponiert, Richtung Serralunga, gegenüber von Vignarionda. Im Juli auf Flasche gefüllt. Tiefes Rubinrot. Auch die Nase ist wohlig tief und dunkelwürzig. Schwarzkirsche mit etwas Pflaume. Das Barrique ist schon an der Nase durch seine Würze erkennbar. Zedernholz, Vanille, schwarzer Pfeffer, etwas Marzipan, nasse Erde und Herbstwald. Im Mund ist dieser Vigna Pressenda eine Granate. Körperreich, voll, intensiv. Viele Tannine die fein poliert sind spielen mit der Saftigkeit im Wein. Dunkle Waldbeeren und Bitterschokolade, etwas Kirschkern und getrocknete, dunkle Blüten. Dieses phänomenale Jahr 2019 hat auch hier Weine beschert, die alles haben. Power, Frische und Balance. 97/100