Tertre de la Mouleyre: Chateau Tertre de la Mouleyre 2025

Chateau Tertre de la Mouleyre 2025

Holzkiste

Zum Winzer

Merlot 100%
rot, trocken
13,0% Vol.
Trinkreife: 2033–2063
Verpackt in: 6er OHK
pikant & würzig
saftig
strukturiert
Lobenberg: 100/100
Gerstl: 20/20
Frankreich, Bordeaux, Saint Emilion
Allergene: Sulfite,
lobenberg

Heiner Lobenberg über:
Chateau Tertre de la Mouleyre 2025

100
/100

100 Prozent Merlot. Der Ertrag lag 2025 bei nur 15 Hektolitern pro Hektar. Es gab unglaublich viele Trauben mit sehr wenig Saft. NUR 1400 Flaschen Gesamterzeigung! Der Alkoholgehalt liegt bei nur 12,8 Volumenprozent. Die Nase ist wie immer hier: ein Gedicht in Schwarz, aber so unendlich fein! Schwarze Kirsche, so spielerisch! Ein bisschen geröstetes Fleisch dahinter, dunkle Schokolade, viel Veilchen und etwas Vergissmeinnicht. Unendlicher Schliff! Ich habe schon so viele große Jahrgänge hier verkostet und 2025 gehört wieder dazu. Das ist die Krönung der Feinheit! Die Tannine sind schon in der Nase total seidig und verspielt. Ein bisschen Balsamico. Im Mund meint man die zwei Prozent Cabernet Franc zu schmecken, die sich irgendwo in den 100 Prozent Merlot verstecken. Weil es auch ein bisschen rote Frucht gibt. Walderdbeere und Waldhimbeere kommen irgendwie durch, zusammen mit ein bisschen Mango. Wieder haben wir unglaublich viel Veilchen. Ganz feines Holz dazu, die Fässer sind 100 Prozent neu von Radoux. Sehr berühmte und kultige Tonnellerie. Wow, was für eine unendliche Leichtigkeit des Seins! Der Wein erinnert mich an eine noch feinere Version des La Voute, der ja nur 500 Meter entfernt ist als direkter Nachbar von Valandraud. Die Umgebung ist schon wirklich mit Finesse-Superstars besetzt! Vielleicht wiederhole ich mich, wie ich das schon 2023 oder 2022 getan habe: Das ist so mit das Feinste, das man sich in Saint-Émilion vorstellen kann. So beschwingt, so seidige, schicke Tannine, so ein schöner, kühler Trinkfluss! Nein, der Wein ist nicht besser als der ein oder andere 100-Punkte-Wein, den ich in diesem Jahr auserkoren habe. Aber er ist so ziemlich mit an der Spitze in Sachen Feinheit. Im Grunde La Voute mit noch etwas mehr Feinheit und noch etwas besser ausgesuchtem Holz. Grandioser Chic! *** Ein 1,63 Hektar großes Weingut, auf reinem Kalkstein gelegen, an der Grenze zu Castillon. Die Reben dieses Miniweinguts, das seit 1995 komplett auf Biodynamie umgestellt ist, sind zwischen 50 und 60 Jahre alt. Tertre de la Mouleyre liegt in Steinwurfentfernung zu Château Valandraud, in der anderen Richtung liegt Peby Faugères, nach unten folgt Castillons Superstar Clos Louie. Das Weingut wird in dritter Generation von Eric Jeanneteau betrieben, er lebt von diesen winzigen 1,63 Hektar. Sein Großvater begann mit insgesamt fünf Hektar Saint-Émilion und zwei Hektar Castillon. Das Terroir besteht hier aus reinem Kalkstein mit einer Lehmauflage. Der Ertrag der Dichtpflanzung wird über das Jahr hinweg auf maximal acht Trauben pro Stock reduziert, das bringt Erträge von weit unter einem halben Kilo pro Rebe. Das Weingut ist zwar biodynamisch zertifiziert, dies wird aber aus politischen Gründen nicht gelabelt. Der Ausbau erfolgt zu 60 Prozent in neuem Holz, zu 40 Prozent in Zweitbelegungen. Die spontane Fermentation geschieht in INOX-Gärbehältern von maximal 25 Hektolitern, um Parzelle für Parzelle separat vergären zu können. Die Vergärung wird relativ rasch bei durchaus hohen Temperaturen vollzogen, alles schwefelfrei. Auch in der Zeit der malolaktischen Gärung und des Ausbaus bleibt der Wein immer noch ohne Schwefel, den bekommt er erst bei der Abfüllung. Es wird mit Bâtonnage gearbeitet. Eric Jeanneteau war lange Zeit Partner der Tochter von Francois Mitjavile von Tertre Roteboeuf. Zumindest in der Entwicklung der Weine ein ganz hervorragender Familienzusammenschluss. Auch wenn das Paar mittlerweile nicht mehr zusammen ist und Tertre de la Mouleyre ob seiner Unbekanntheit auf einem völlig anderen Preislevel liegt, reden wir hier von der gleichen Liga.

Jahrgangsbericht

2025 reiht sich ganz sicher ein bei den besten Bordeaux-Jahrgängen ever aus 2009, 2016 und 2022, und ist dabei einer der balanciertesten und ausgewogensten Jahrgänge überhaupt. UND sehr früh zugänglich und charmant. So soll es sein!

20
/20

Gerstl über: Chateau Tertre de la Mouleyre

Das ist eine betörende Duftschönheit, zart aber sehr ausdrucksstark, komplex, tiefgründig, wirkt sehr fein, dennoch lässt der Duft die hohe Konzentration erahnen. Am Gaumen explodiert er förmlich, da ist eine geballte Ladung köstlich süsse und traumhaft frische Frucht, feinste Tannine, vibrierende mineralische Tiefe und welch irre innere Kraft, eine die Sinne berauschende Weinschönheit, das ist seit vielen Jahren ein ganz grosser Wein, jetzt kommt der sagenhafte Jahrgang 2025 als Zugabe, da fehlen mit die Worte, das ist ein emotional zutiefst berührendes Weinunikat. (mg)

Mein Winzer

Tertre de la Mouleyre

1,7 Hektar großes, auf Kalkstein an der Grenze zu Castillon gelegenes Weingut. Die Reben dieses Mini-Weinguts, das seit 1995 komplett auf Bio umgestellt ist, sind um die 50 Jahre alt. 80% Merlot, 20% Cabernet Franc.

Chateau Tertre de la Mouleyre 2025