Evangile: Chateau L’Evangile 2025

Chateau L’Evangile 2025

Holzkiste

Zum Winzer

Merlot 86%, Cabernet Franc 13%, Cabernet Sauvignon 1%
rot, trocken
13,5% Vol.
Trinkreife: 2033–2065
Verpackt in: 6er OHK
voluminös & kräftig
saftig
pikant & würzig
Lobenberg: 98–100/100
Suckling: 97–98/100
Alexandre Ma: 98–99/100
Vinum: 97–99/100
Falstaff: 97/100
Weinwisser: 96–98+/100
Yves Beck: 96–98/100
Jeff Leve: 96–98/100
Gerstl: 20+/20
Frankreich, Bordeaux, Pomerol
Allergene: Sulfite,
lobenberg

Heiner Lobenberg über:
Chateau L’Evangile 2025

98–100
/100

Die Assemblage besteht aus 86 Prozent Merlot, 13 Prozent Cabernet Franc und ein Prozent Cabernet Sauvignon. Der Alkoholgehalt liegt bei 13,5 Volumenprozent. Gelesen wurde vom 26. August bis zum 1. September. Der Ertrag lag bei lediglich 22 Hektolitern pro Hektar. Das war natürlich dem Hitzepeak im August geschuldet, bevor es mit einem leichten Regen wieder ins Wachstum ging. Also ein enorm konzentrierter Wein. Zweimal wurde eine grüne Lese durchgeführt, um den verbleibenden Rest zu retten. Das Ergebnis ist eine eindrucksvolle, sehr dichte Schwarzkirschnase mit viel Veilchen. Aber nicht schwülstig oder opulent, sondern dicht, energetisch und sehr fein zugleich. L’Evangile in einer Art, wie ich sie sehr schätze und wie sie nicht so häufig vorkommt. Häufig ist L’Evangile ein bisschen zu opulent und fett. 2025 ganz fein, ganz zart und trotzdem dicht und reich in der Schwarzkirsch-Aromatik. Weniger Brombeere, auch die Lakritze ist sehr zart, dazu etwas Minze. Im Mund ein Ereignis, wie wir es auch bei Cheval Blanc schon hatten: Zart und vielleicht ein ganz kleiner Hauch grüne Elemente. Letztlich wurde doch sehr früh gelesen. Die verzögerte Reife und die Blockade durch die Hitze taten ihr Übriges. Beide Weingüter, die ja in Steinwurfentfernung zueinander liegen, wirken ein bisschen blockiert. Trotzdem ein spannender und energetischer Wein, nur nicht ganz, ganz groß. Ich finde, dafür fehlt ihm ein letztes Quäntchen Reife.

Jahrgangsbericht

2025 reiht sich ganz sicher ein bei den besten Bordeaux-Jahrgängen ever aus 2009, 2016 und 2022, und ist dabei einer der balanciertesten und ausgewogensten Jahrgänge überhaupt. UND sehr früh zugänglich und charmant. So soll es sein!

97–98
/100

Suckling über: Chateau L’Evangile

The aromas of blackberries, black olives and hints of tobacco and dried fruit are fascinating and enticing. It’s medium- to full-bodied with creamy and polished tannins and a savory finish. Turns refined and focused after the layered fruit. Classic in character, with a caressing texture and balance. Hints of ripe fruit and freshness at the same time. 86% merlot, 13% cabernet franc and 1% cabernet sauvignon.

Verkostungsnotiz
98–99
/100

Alexandre Ma über: Chateau L’Evangile

Hearing that berry weight was only around 0.8g, I couldn’t help but worry that l’Évangile 2025 might turn overly muscular and alcohol-driven. Yet as a thread of iris and violet gently rises from the supple texture, as black mulberry and black goji wrapped in a touch of cream slowly unfold, and as all that could have been forceful is instead softened and brought into balance, I find myself smiling in quiet relief. Under Juliette’s team, faced with the extreme heat and drought of 2025, a remarkably restrained approach was chosen: lowering canopy height and shortening extraction time, with 15 days of maceration on gravel and 19 days on clay. As a result, that hint of graphite and finely powdered tannins, tucked within a cream-puff-like softness, no longer shows any hardness, but instead integrates seamlessly into the wine with a deep, contained strength, full yet never excessive. Like a distilled floral essence born of fire, it is soft, pure, and perfumed, its sharpness dissolved into a pool of crystal clarity, before settling into a hushed, lingering, and deeply evocative finish. In my view, 2025 stands as Château l’Évangile’s finest vintage since 2017.

97–99
/100

Vinum über: Chateau L’Evangile

Die Nase von Evangile wirkt reiffruchtig und doch frischer, als in anderen, warmen Jahren, reife Brombeeren, rauchige Noten, schwarze Schokolade, Veilchen, Kräuterwürze; am Gaumen druckvoll, saftige Frucht, perfekt reifes Tannin, wohl dosierte Säure, erfreulich frisch, voller Spannung und mit fruchtig-würzigem und salinem Finale ist das ein hocheleganter Evangile, der früh verführen wird und doch hervorragend reifen wird.

97
/100

Falstaff über: Chateau L’Evangile

Tiefdunkles Rubingranat, opaker Kern, violette Reflexe, zarte Randaufhellung. Feine Herzkirschenfrucht, ein Hauch von frischen Zwetschken, zarter Nougat, kandierte Orangenzesten unterlegt. Komplex, straff, engmaschig, extraktsüßer Kern, reife Tannine, gute Frische, schokoladiger Touch im Abgang, mineralischer Nachhall, süßer Nachhall, kraftvoller, lagerfähiger Stil.

96–98+
/100

Weinwisser über: Chateau L’Evangile

Verführerisches, unglaublich reines rotes Kirschenbouquet, betörendes Veilchenparfüm, heller Tabak, Zitronenmelisse und ein satter Strauß Pfingstrosen. Am sublimen Gaumen mit seidiger Textur, engmaschigem Tanningerüst, energiegeladener Rasse und elegantem Körper. Im konzentrierten, aromatischen Finale Orangenzeste, Preiselbeersaft und erhabene Adstringenz, gepaart mit herrlicher Extraktfülle.

Verkostungsnotiz
96–98
/100

Yves Beck über: Chateau L’Evangile

Intensität hat L'Evangile nie wirklich interessiert, vielmehr stehen die Feinheit und die Vielschichtigkeit im Vordergrund. Die blumigen Nuancen, die für Frische stehen, stehen Seite an Seite mit Aromen reifer schwarzer Beeren, während sich im Hintergrund ein Hauch von Kakao bemerkbar macht. Der samtene Auftakt verspricht Eleganz, die vom Mittelgaumen mit lieblichen, cremigen Tanninen perfekt weitergetragen wird. Die Säurestruktur wirkt im Hintergrund und verleiht eine kostbare Frische. Der Wein präsentiert sich harmonisch, elegant, linear und macht Lust auf mehr. Ein Evangile, bei dem Finesse im Vordergrund steht, mit einem erfrischenden Abgang als Bonus, der durch eine subtile Struktur verlängert wird.

Verkostungsnotiz
96–98
/100

Jeff Leve über: Chateau L’Evangile

Black fruit, smoke, truffles, chocolate, plums, and Maraschino cherries fill the exotic perfume. But, here, it is the palate that owns the day. Intense and concentrated, the wine offers so much volume, width, and length that you are instantly seduced. Dark, deep, focused, and precise, there is also opulence, depth, and sensuality. The finish provides the lift, so the wine is equally fresh and velvety. This is a fabulous vintage for L'Evangile. The wine blends 66% Merlot with 13% Cabernet Franc and 1% Cabernet Sauvignon. 13.7% ABV. The harvest took place August 26 - September 15. The wine is aging in a combination of 40% new, French oak, 40% foudres, amphora, and used oak barrels. Yields were low at only 22 hectoliters per hectare. The Grand Vin was made from 60% of the harvest. Drink from 2030-2060.

20+
/20

Gerstl über: Chateau L’Evangile

Das ist die vollendete Schönheiheit, jedes noch so kleinste Detail ist perfekt auf das Ganze abgestimmt, wirkt eher zart, immens komplex, geniale Tiefe, die pur Eleganz, wunderschön floral, ein Fruchtausdruck, der edler nicht sein könnte. Das ist Evangile in absoluter Hochform, feiner können Tannine nicht sein, die raffinierte Süsse ist perfekt auf in die frische Frucht eingebunden, alles ist aus einem Guss, die Harmonie in Vollendung, auch in Sachen Kraft und Eleganz, das ist ein absloutes Meisterwerk, der perfekteste Evangile den ich kenne. (mg)

Mein Winzer

Chateau L'Evangile

Louis Ducasse, der verstorbene Besitzer von Chateau L'Evangile erklärte eines Tages, L’Evangile sei genauso gut wie das Nachbargewächs Petrus und sogar komplexer. Auch wenn in dieser Behauptung ein ganz klein wenig Besitzerstolz mitschwingen mag, so lässt sich doch mit Sicherheit sagen, dass hier...

Chateau L’Evangile 2025