Larcis Ducasse: Chateau Larcis Ducasse 1er Grand Cru Classe B 2025

Chateau Larcis Ducasse 1er Grand Cru Classe B 2025

Holzkiste

Zum Winzer

Merlot 90%, Cabernet Franc 10%
rot, trocken
14,0% Vol.
Trinkreife: 2033–2059
Verpackt in: 6er OHK flach
pikant & würzig
seidig & aromatisch
saftig
Lobenberg: 100/100
Yves Beck: 100/100
Jeff Leve: 98–100/100
Colin Hay: 98–100/100
Jeb Dunnuck: 97–99/100
Frankreich, Bordeaux, Saint Emilion
Allergene: Sulfite,
lobenberg

Heiner Lobenberg über:
Chateau Larcis Ducasse 1er Grand Cru Classe B 2025

100
/100

90 Prozent Merlot und zehn Prozent Cabernet Franc. Der Ertrag lag bei 40 Hektolitern pro Hektar. 13,8 Volumenprozent Alkohol, pH-Wert 3,5. Die Nase ist phänomenal! Eine unglaublich aromatische, dichte, satte Schwarzkirsche mit viel süß-salziger Lakritze. Das ist Merlot in seiner feinsten Form! Trotzdem Samt und Seide, mit Veilchen und Rosenblättern. Berauschend, dicht und trotzdem beschwingt… Der Mund ist zwar nicht der Gegensatz, aber doch deutlich feiner und frischer, auch viel rote Frucht kommt dazu. Sauerkirsche, rote Johannisbeere und Nutella, auch helle Lakritze. Die Tannine sind komplett verwoben, etwas Chilischärfe ist dabei, aber nichts Raues. Das steht extrem lang in seiner rotfruchtigen Samtigkeit und Seidigkeit… Etwas, das man an der Côte Pavie selten findet – meist sind die Weine hier etwas fester, etwas zupackender und schwarzfruchtig extrahierter. Dieser 2025er ist luftig, leicht, beschwingt und tänzelnd. Trotzdem hat er eine innere Spannung und ein samtig-dichtes Gerüst. Durchaus mit Power und vor allen Dingen mit Opulenz und Fülle. Ein satter Wein in totaler Eleganz, atemberaubend schön und wegen der Finesse für mich der beste je hier erzeugte Wein! Einer der ganz großen Erfolge der besten Appellation des Jahrgangs! *** Larcis Ducasse ist der Nachbar von Château Bellefont-Belcier und Chateau Pavie. 10,5 Hektar Reben. Das sind die besten Lagen der südlichen Kalksteinhänge von Saint-Émilion, die Côte Pavie. Recht steil noch, Südexposition. Der Untergrund ist hier Molasse de Fronsadais. Anders als bei klassischem Argilo-Calcaire ist es hier weißer Lehm, der aus Kalkstein entstand. Der Wein ist seit Jahren einer der Geheimtipps Saint-Émilions und schwer zu finden. Seit dem Jahrgang 2022 wurden die unteren Terrassen aus dem Erstwein genommen, das gab qualitativ nochmal einen großen Sprung nach oben. Spontane Fermentation, der Ausbau dann für 18 Monate im Barrique, 50 Prozent Neuholz. Immer etwas modern, weil der Neuholz-Anteil relativ hoch ist. Aber gleichzeitig ist er auch ultrafein und poliert. Das Terroir ist auch in schwierigen Zeiten gut geeignet. Heute wird das Weingut vom Team Derenoncourt betreut, der Regisseur ist David Suire, der auch für Laroque verantwortlich zeichnet.

Jahrgangsbericht

2025 reiht sich ganz sicher ein bei den besten Bordeaux-Jahrgängen ever aus 2009, 2016 und 2022, und ist dabei einer der balanciertesten und ausgewogensten Jahrgänge überhaupt. UND sehr früh zugänglich und charmant. So soll es sein!

Verkostungsnotiz
100
/100

Yves Beck über: Chateau Larcis Ducasse 1er Grand Cru Classe B

Frische und Reife sind ein hervorragendes Duo, solange sie sich nicht gegenseitig ins Gehege kommen! Bei Larcis Ducasse zum Beispiel bilden sie ein kraftvolles Paar oder, in einer eleganteren Interpretation, eine naheliegende Ehe! Man erwischt sich dabei, wie man Begriffe wie „Grün“ wagt, aber im Sinne von Frische und Lebendigkeit. Man kann diesen Begriff natürlich umgehen und von Blütenstielen, Pfingstrosen und dann von kreidig-kühlen Noten sprechen, und in diesem Moment versteht man, dass Rebsorten und Terroirs dafür geschaffen sind, gemeinsam zu glänzen. Die Noten von Sauerkirschen und Pfingstrosen sind umgeben von mineralischen Nuancen, nassen Steinen und kreidig-kreidigen Düften. Man ist fast versucht, sich eine Kreide zu schnappen, auf das Bild zuzugehen und die von Larcis Ducasse gestellte Gleichung zu lösen, doch dafür muss man sich ihm taktil nähern. Am Gaumen hat der Wein nichts zu behaupten, er entscheidet sich für Bescheidenheit und überlässt die Aufgabe seinem Terroir, seiner Kraft, seinem Temperament und seiner Tiefe. Nicht, dass er sich selbst genüge, sondern er ist einfach bescheiden genug, um zu glänzen, ohne die Stimme zu erheben! Alles liegt in der Subtilität, schon beim Auftakt. Der Kurs ist vorgezeichnet, und man trifft auf volle, präzise Tannine mit sehr feiner Struktur, unterstützt von einer prägnanten, hervorstechenden Säure, die einem Jedi-Schwert würdig ist und die Aufgabe hat, eventuelle Tannin-Extravaganzen zu bändigen. Aber sie muss kaum auf solche Strategien zurückgreifen, sie lässt eine subtile Süße wirken, die eine außergewöhnliche Harmonie schafft! Dieser Larcis Ducasse zeichnet sich durch eine unwahrscheinliche Gelassenheit und eine ebenso große Präzision aus! Und doch hat er nur unseren Gaumen und unsere Sinne als Bühne… er ist also in der Lage, uns seine Größe zu vermitteln. Wir können uns damit begnügen, ihn zu genießen! Das Leben ist schön. Und dann gilt es natürlich, die Gleichung zu lösen: LC=100. Ein berührender, bewegender Wein.

Verkostungsnotiz
98–100
/100

Jeff Leve über: Chateau Larcis Ducasse 1er Grand Cru Classe B

Black cherries, plums, violets, licorice, espresso, caramel, black raspberries, licorice, and a hint of mint pop in the nose. Creamy, opulent, sweet, powerful, and also fragrant, fresh, and light on its feet. The palate is drenched in fruits, accompanied by a mineral essence that adds in the length, and the vibrancy to the long, intense finish. One of the wines of the vintage, this is in contention for the best vintage ever produced in the history of Larcis Ducasse. The wine blends 90% Merlot with 10% Cabernet Franc. 13.8% ABV. 3.5 pH. Harvesting took place September 10 - September 19. Yields were 40 hectoliters per hectare. Aging is taking place in a combination of New, French oak barrels, 500 liter barrels, and foundres. Drink from 2030-2065.

Verkostungsnotiz
98–100
/100

Colin Hay über: Chateau Larcis Ducasse 1er Grand Cru Classe B

(Saint-Émilion; 90% Merlot, 10% Cabernet Franc; a final yield of 40 hl/ha; pH 3.50; 14% ABV; tasted three times, including at Laroque with David Suire). Wow, wow and wow (for each of the times tasted!). This is incredibly beautiful and seems to capture a haunting, seductive charm that I have never before seen here, even from the 2024 vintage which starts to redefine what Larcis is in the process of becoming. The perfect expression of its white clay Côte Pavie terroir. Lilac and violet, rose petal and rose water, a hint of black tea leaf and gracious, plump and perfectly pixelated detailed berry fruits – as if painted by a micro-pointillist! A touch of cedar but, like the rest, so delicate and well-integrated. Sinuous and aerial at the same time: I'm in raptures. Certainly, for me, the best vintage ever from here. Shockingly good, if that's not too vulgar a thing to say about a wine so elegant and pure.,

97–99
/100

Jeb Dunnuck über: Chateau Larcis Ducasse 1er Grand Cru Classe B

A Merlot-heavy blend of 90% Merlot and 10% Cabernet Franc, the 2025 Château Larcis Ducasse sports a dense purple hue as well as incredible aromatics of ripe currant and black cherry fruit intermixed with smoky tobacco, graphite, and crushed stone. Aged in a mix of 225-liter barriques (45%), 500-liter demi-muids (40%), and foudres (15%), it checks in at 13.8% alcohol with a pH of 3.5. Deep, rich, and full-bodied on the palate, it has a broad, layered mouthfeel, ripe, velvety tannins, and a great finish. It might end up being in the top handful of wines in the vintage.

Mein Winzer

Larcis Ducasse

Chateau Larcis Ducasse liegt am Hang von Saint Emilion und befindet sich seit über hundert Jahren im Besitz der Familie Gratiot. Das Gebiet von zehn Hektar besteht im oberen Hangbereich aus Lehm und Ton, im unteren Bereich aus eisenhaltigem Sand.

Chateau Larcis Ducasse 1er Grand Cru Classe B 2025