Lafleur: Chateau Lafleur Vin de France 2025

Chateau Lafleur Vin de France 2025

Weinclub

Limitiert

Holzkiste

Zum Winzer

Cabernet Franc 51%, Merlot 49%
rot, trocken
14,5% Vol.
Trinkreife: 2035–2070
Verpackt in: 3er OHK
pikant & würzig
strukturiert
seidig & aromatisch
Lobenberg: 100/100
Suckling: 98–99/100
Yves Beck: 100/100
Quarin: 100/100
Colin Hay: 98–100/100
Weinwisser: 98–99/100
Jeb Dunnuck: 97–99+/100
Jeff Leve: 97–99/100
Frankreich, Bordeaux, Pomerol
Allergene: Sulfite
lobenberg

Heiner Lobenberg über:
Chateau Lafleur Vin de France 2025

100
/100

51 Prozent Cabernet Franc, geerntet am 12. September und 49 Prozent Merlot, gelesen am 26. August. Direkt nach dem Zweitwein Pensées probiert, ist das schon ein deutlicher Unterschied. Sehr satte Schwarzkirsch-Nase. Dicht, reich und samtig, mit sattem, reichem Tannin. Nicht wuchtig, aber füllig und opulent. Darunter süße Maulbeere, alles fein und schwebend… Das ist Pomerol, wie es im Jahr 2025 bei vielen Weingütern haben, die diese großartige Eleganz getroffen haben. Durchaus ähnlich zu Vieux Château Certan, aber auch L’Evangile und La Fleur-Pétrus haben durchaus diese Dimension erreicht. Das sind wunderbare Aromen in 2025, weil es so fein und seidig ist, so viel Schliff hat. Lafleur hat auch Flieder und Veilchen mit etwas Graphit in der Nase. Auch der Mundeintritt ist so seidig… Das ist feinstes Gevrey-Chambertin. Pinot Noir in dieser typischen Gevrey-Dichte. Lang, fein und schick! Schwarze Kirsche, gar nicht rau, sondern einfach nur geschliffen. Eine Ode an die Freude! In Anbetracht des Preises ist es dann natürlich die Frage, wie weit dieser Wein über VCC oder Lafleur-Pétrus hinausragt. Antwort: Wahrscheinlich gar nicht. Er ist nur anders, er hat seinen eigenen Stil und damit auch seine Berechtigung. Preis bitte außen vor lassen. Der Wein selbst ist dennoch grandios! *** Zusammen mit Pétrus und Le Pin ist Lafleur das begehrteste, das rarste und das kultigste Weingut, das es in Pomerol und damit vielleicht in ganz Bordeaux gibt. Anders als der Pensées de Lafleur, der auf Lehm wächst, stehen die Reben bei Château Lafleur zu 100 Prozent auf einer Kieslinse mit Kalkstein, einer leichten Sandauflage und nur etwas Lehm. Es gibt insgesamt nur vier Hektar Reben. Seit fast 15 Jahren stellt sich Château Lafleur intensiv auf die Auswirkungen des Klimawandels und die veränderten Wasserbedingungen ein. Es gibt in Bordeaux über die vergangenen 15 Jahre durchaus gleich viel Wasser wie in den Jahrzehnten davor. Wir haben also keinen generellen Wassermangel, aber die Niederschläge konzentrieren sich viel Stärker auf den Winter. Die Sommer sind heißer und trockener. Was kann man tun? Man kann Wasser speichern. Château Lafleur hat eigens dafür an der Dordogne Grundstücke gekauft, wo Wasser aus Überflutungszeiten gespeichert wird. Dieses kann bei Bedarf auf das Château gebracht werden, um nicht das öffentliche Wasser anzapfen zu müssen. Darüber hinaus wird eine spezielle Art der Bewässerung praktiziert, die nicht die komplette Fläche einbezieht. Vielmehr werden per Traktor nur diejenigen Parzellen gezielt bewässert, welche wirklich leiden und Bedarf haben. Dafür suchen sie sich die Terroirs sehr genau aus. Die Traktoren drücken zwei kleine Rinnen in den Boden, dann wird bewässert und anschließend alles wieder verschlossen. Man möchte also nicht die Pflanze direkt bewässern, sondern die Erde in ihrer Gesamtheit versorgen. Eine sehr intelligente Methode, um die Reben nicht zu überfüttern mit Wasser. Dieses Modell wurde in den vergangenen 15 Jahren immer weiter verfeinert. Erst im Jahr 2025 fiel den Behörden auf, dass diese Technik nun noch verboten werden soll. Antwort des Weinguts: Wir sind die einzigen, die dieses System umsetzen. Wenn wir nicht mehr in der Appellation Pomerol sein dürfen, müssen wir eben austreten. Ohne Bewässerung wird es in den extrem heißen Monaten nirgendwo mehr funktionieren in Bordeaux. Wasser ist genug über das Jahr vorhanden, man muss es nur anders sammeln und zur richtigen Zeit an die richtige Stelle bringen.

Jahrgangsbericht

2025 reiht sich ganz sicher ein bei den besten Bordeaux-Jahrgängen ever aus 2009, 2016 und 2022, und ist dabei einer der balanciertesten und ausgewogensten Jahrgänge überhaupt. UND sehr früh zugänglich und charmant. So soll es sein!

98–99
/100

Suckling über: Chateau Lafleur Vin de France

A cool and perfectly integrated wine with a vivid and poised nature, superb focus and precision. It’s so perfumed and dense yet weightless and polished. Endless finish. 51% cabernet franc and 49% merlot.

Verkostungsnotiz
100
/100

Yves Beck über: Chateau Lafleur Vin de France

Tiefe sucht man nicht – sie ist da (oder eben nicht)! Sie wird nicht gezeichnet, sondern positioniert. Auch wenn diese Einleitung nicht unbedingt für Wein im Allgemeinen gelten kann, verkörpert sie perfekt das Bouquet von Lafleur! Dieses Mosaik aus Details – Pfingstrosen, gerade reifen Pflaumen, Anis und Eisenkraut – kündigt nur an, was kommt. Mosaike sind schließlich selten, wenn überhaupt, einfarbig! Um das Bouquet zusammenzufassen: Es ist von außergewöhnlicher Feinheit und Vielfalt, mit einer bemerkenswerten Emanzipation davon, intensiv sein zu müssen, um zu glänzen… es genügt, treffend zu sein! Der Auftakt übernimmt gelassen die olfaktorische Einleitung. Es gibt keine Herausforderung zu meistern – man muss nur dem vorgezeichneten Weg folgen. Die salzige Note im Auftakt ebnet den Weg für einen Wein, der auf Frische ausgerichtet ist, getragen von einer Säure, die sowohl strukturierend als auch erfrischend wirkt. Die Tannine wiederum warten geduldig im Hintergrund, bevor sie sich zeigen – und das tun sie im Abgang, dort, wo sich alle großen Tannine offenbaren, um das Ganze zu stärken, um diese Vielzahl an Elementen zusammenzuführen, die die Einheit des Weins schaffen… und auch die Einheit der Teams von Lafleur, denn dieser Jahrgang zeichnet sich durch seinen kollektiven und zeitgemäßen Geist aus, der an das Heute und Morgen denkt! Der Wein ist schon jetzt sehr groß, und morgen wird er es noch mehr sein. Man wird nur die Messlatte anpassen müssen! Ein Lafleur von seltener Feinheit… obwohl, eigentlich ist es eher eine Konstante, die jedes Mal anders interpretiert wird. Die Guinaudeaus mögen keine Rezepte! Normalerweise bewerte ich Primeurs nach ihrem Potenzial; aber gut, ich werde das nicht jedes Jahr neu machen… denn in diesem Fall liegen wir bei 100–102.

100
/100

Quarin über: Chateau Lafleur Vin de France

Farbe dunkel, intensiv und schön. Nase sehr aromatisch, fein, fruchtig und cremig. Frische Noten von Himbeere und Vanille, die an Pinot Noir erinnern. Beim Schwenken eine ganz besondere aromatische Steigerung, mit nichts anderem vergleichbar, weiterhin himbeerig, leicht vanillig, leicht streng, ohne Süße, komplex, verführt die Nase. Mund: Der Wein legt sich wie eine Wolke auf die Zunge und der Geist wird vom Schönen, vom Tiefen, vom Richtigen ergriffen, während der Wein subtil, schmackhaft, tänzelnd und unspuckbar dahin gleitet. Dann geschieht etwas anderes, Mysteriöses, Tiefes und Seltenes, das sich zu einfach nur als „großer Wein“ zusammenfassen ließe. Assemblage : 49 % Merlot, 51 % Bouchet. Alkoholgehalt : 14°1 - pH : 3,75. Ertrag : eine Flasche pro Stock.

Verkostungsnotiz
98–100
/100

Colin Hay über: Chateau Lafleur Vin de France

(Pomerol; 87% Merlot, 10% Cabernet Franc, 3% Cabernet Sauvignon; a final yield of 30 hl/ha; pH 3.66; 13.5% ABV; tasted with Marielle Cazeaux at La Conseillante). Immediately we are the realm of greatness. We have archetypal La Conseillante florality. This is very beautiful – with peony and violet, a little lily of the valley and a little rose petal. The floral notes really wrap themselves around the blueberries drawing out the glorious cedary notes. Haunting in its beauty. Calming. Intimate. I love the parfumier's essences of violets and rose petals reinforcing those first floral notes as the wine starts to inhale and relax in the glass. The is the first year of the integration of the Cabernet Sauvignon into the final blend and it reinforces the impression of the deep, dark core. Succulent, sumptuous, so gracious and very layered – somewhere between silk and cashmere. This has a lovely, ample frame and is the most bourguignon of the grand plateau Pomerols. Complete, brilliantly poised, and so juicy and fresh. A wine of an incredible harmony. I've not tasted a better La Conseillante and I honestly didn't expect to be writing that in this vintage.

98–99
/100

Weinwisser über: Chateau Lafleur Vin de France

Unheimlich tiefgründiges Bouquet, viel Würze zeigend, Tabak, getrockneter Hanf und Veilchen. Im zweiten Ansatz Wildkirsche, frischer schwarzer Pfeffer und betörender Irisduft. Am vielschichtigen Gaumen mit seidiger Textur, engmaschigem Tanninkorsett, betörender Extraktsüße, durchtrainiertem Körper. Im energiegeladenen, aromatischen Finale mit unglaublichem Zug, edler Salznote, schwarzbeerigen Konturen mit zarter Kakaonote und erhabener Adstringenz.

97–99+
/100

Jeb Dunnuck über: Chateau Lafleur Vin de France

A powerful, inward, yet incredibly discrete and classy wine, the 2025 Château Lafleur reveals black raspberries, framboise, graphite, crushed stone, and floral notes on the nose. Based on 49% Merlot and 51% Bouchet, it's full-bodied on the palate, with a deep, rich, layered mouthfeel, remarkable length, and tons of polished tannins. It's an absolute dream of a wine, and I have no doubt this will check in with the top handful of wines in the vintage.

Verkostungsnotiz
97–99
/100

Jeff Leve über: Chateau Lafleur Vin de France

Truffles, flowers, cocoa, black cherries, smoke, and chocolate mint begin to define the nose. The wine coats your palate, covering your mouth, teeth, and gums with layers of pure, sweet, energetic fruit, marine influences, dark cocoa, and a touch of herbs. Long, intense, rich, and polished, this is one of the more sensuous offerings from Lafleur. It is a wine that can age for decades, yet if you prefer your Lafleur on the fruity side, it will be charming to enjoy in its youth. Some of the main keys to the vintage were managing the flowering and working with the tiny berries, which averaged 160 per bunch, with thick skins yielding small amounts of juice, ranging from 1 gram to .7 grams per berry, which provided concentration and flavor. The wine blends 51% Cabernet Franc, and 49% Merlot. 14% ABV. 3.75 pH. Harvesting took place for the Merlot September 20-21, and for the Cabernet Franc, September 30. Yields were 35 hectoliters per hectare. Drink from 2030-2075.

Falstaff über: Chateau Lafleur Vin de France

Dunkles Rubingranat, violette Reflexe, dezente Randaufhellung. Floraler Touch, schwarze Waldbeeren, feine Kräuterwürze, dunkle Kirschen, ein Hauch von Preiselbeeren, Mandarinenzesten unterlegt. Komplex, kraftvoll, feiner Nougattouch, schwarze Beerenfrucht, reife, runde und sehr geschliffene Tannine, dezente Extraktsüße im Abgang, feine Mineralität, lange anhaftend, salziger Nachhall, noch sehr jugendlich, zeigt große Länge und sicheres Reifepotenzial.

Vinum über: Chateau Lafleur Vin de France

Leicht reduktiv, tiefgründig, mit markanter Mineralität, rauchigen Noten, Veilchenblüten, Vanille, Koriander im Duft; gradlinig im Auftakt, sehr fokussiert, baut enorm viel Druck auf, ohne dass ein Element überbordet, feine Gerbstoffe, in Massen vorhanden, leicht cremig in der Textur, der Wein zeigt grosse Eleganz und eine fast endlose Länge, endet auf Kirschen, Weihnachtsgewürze.

Jane Anson über: Chateau Lafleur Vin de France

High perfume, iris, peony, fragrant and finessed, a slow slow slow unroll of slate and crayon, saffron, grilled cumin, oyster shell, cassis pastille. Such a fabulous wine that has intense interest around it this year, after leaving the Pomerol AOC, and yet manages to shrug it off and simply concentrate on doing what it does best. 33% new oak. Harvest August 26 to September 12 ,

Neal Martin über: Chateau Lafleur Vin de France

The 2025 Lafleur was picked early, from August 26 to 28 and from September 10 to 12 for the Cabernet Franc. Of course, this is the first year when the wine is classified as Vin de France after water was added to the soil, contravening Pomerol's AC rules. Discussing at length with Baptiste Guinaudeau, whilst I can see that it would essentially resuscitate the parched vine, the amounts are too little to affect the wine when considering the actual rainfall figures. For sure, it has a bashful bouquet at first and demands time to really open in the glass, 10 to 15 minutes. Only then does it reveal enticing scents of blackcurrant, bilberry, crushed stone and iris flower, all beautifully defined and very succinct—quintessential Lafleur. The palate is medium-bodied and framed by chiselled tannins that lend this Pomerol beguiling symmetry. What really marks this Lafleur is its tremendous persistence on the finish. It just goes on and on. This is a great Lafleur, irrespective of what it took to get there.

Giuseppe Lauria über: Chateau Lafleur Vin de France

Der Austrieb verlief im April normal. An Ostern fielen innerhalb von zwei Tagen 110 Liter Regen pro Quadratmeter. Der letzte Regen fiel am 20.05., danach blieb es in Pomerol bis zum 20.08.25 trocken. Delikates, zunächst verschlossenes Parfüm mit verspielten floralen Noten, Veilchen, saftig reifen Waldhimbeeren, satten Brombeeren, edler Cassiswürze und Lakritze. Es besitzt eine gewisse intellektuelle Noblesse. Am feinkonturierten, linearen Gaumen öffnet er sich zunehmend in Schichten, mit seidiger Textur und feiner Extraktsüße, wunderbar weicher, charmanter Anmutung, ausgewogen und dabei von ungeheurer Gelassenheit und Finesse. Im konzentrierten, ungemein verführerischen Finale mit geschmeidiger Fülle, satter Frucht und dunkler, an Graphit erinnernder Mineralik. Von ewiger Länge. Dürfte früher als sonst trinkbar sein.

Mein Winzer

Chateau Lafleur

Das legendäre Chateau Lafleur besitzt nur 4,5 Hektar Rebflächen, diese allerdings auf tiefem Kiesgrund, der mit Eisen und Sand durchzogen ist. Der Rebbestand ist sehr alt, weil Lafleur beim Frost von 1956 verschont blieb und nicht komplett neu bepflanzt werden musste.

Chateau Lafleur Vin de France 2025