La Gurgue besteht 2022 aus 53 Prozent Cabernet Sauvignon, 30 Prozent Merlot und 17 Prozent Petit Verdot. 100 Prozent Biodynamik. Der pH-Wert liegt bei 3,6, der Alkoholgehalt bei 13,25. Ertrag: 25 Hektoliter pro Hektar. Spontan vergoren und biodynamisch. Kein Schwefel bis zur Abfüllung. Ausbau nur zum Teil in neuen Barriques aber auch zu 35% im Betonei und 15 % in Amphoren aus Ton. Eben Bio pur, state of the art! Dichte, reiche und erstaunlich schwarzfruchtige Nase. Schwarze Erde, viel Würze, schwarze Kirsche, süße Maulbeere und Brombeere. Unglaublich viel Druck an Frucht, aber nicht an Kraft, sondern nur opulent – erstaunlich! Der Mund ist fein im Tannin, geschliffen, poliert und tänzelnd. Langsam stellen sich Sauerkirsche und Schlehe ein, auch Frische, wie von pinker Grapefruit. Mittlere Länge, ein gut verwobener Wein. Schicker Margaux, nicht ganz groß, aber zärtlich streichelnd, lecker und hedonistisch. Sehr Margaux, archetypisch aber eben mit dieser typischen Claire-Villsars Finesse. Zusammen mit Deyrem Valentin der interessanteste Margaux im superspannenden Mittelfeld der in 2022 besten Appellation des Medoc und im besten Jahr der Geschichte. Das passt wirklich mehr als sehr gut – ein Wein für die Freude! Unkompliziert und trotzdem mit Finesse und großer Klasse. *** Ein Weingut mit 10 Hektar Rebfläche, gelegen im Herzen der Appellation Margaux. Direkt neben der Fläche für den weißen Pavillon Blanc von Château Margaux. Die Böden bestehen hier zu großen Teilen aus Kies, Sand und Kalkstein. Biodynamische Bewirtschaftung. Circa 25 Jahre alte Reben. Jeder Plot wird einzeln vinifiziert. Regie führt hier die Enkelin von Jacques Merlaut, Claire Villars-Lurton. Ihre Mutter kaufte 1978 dieses Weingut. Önologischer Berater ist Eric Boissenot, der auch alle Premier Crus betreut. Nach der spontanen Gärung und drei Wochen Mazeration wird der Wein für 12 Monate zu 50 Prozent in Barriques ausgebaut (davon die Hälfte neu), zu 50 Prozent im Betonei.