Monbadon: Chateau de Monbadon 2025

Chateau de Monbadon 2025

BIO

Holzkiste

Zum Winzer

Merlot 58%, Cabernet Franc 42%
rot, trocken
14,5% Vol.
Trinkreife: 2032–2050
Verpackt in: 12er OHK
voluminös & kräftig
seidig & aromatisch
Lobenberg: 97–98/100
Gerstl: 19/20
Frankreich, Bordeaux, Cotes de Castillon
Allergene: Sulfite,
lobenberg

Heiner Lobenberg über:
Chateau de Monbadon 2025

97–98
/100

58 Prozent Merlot und 42 Prozent Cabernet Franc im finalen Blen des Erstweins. Die Malbec hat man hier rausgenommen, um mehr Frucht in den Zweitwein Indie zu bekommen. Der Ertrag lag bei 35 Hektolitern pro Hektar. Der Alkoholgehalt liegt bei 14,3 Volumenprozent, der pH-Wert bei 3,45. Eine hochintensive Nase! Schlehe, Himbeere und Erdbeere, dazu süße rote Kirsche und Sauerkirsche, auch helle Lakritze. Intensiv und spannungsgeladen mit toller Dichte und Vibration! Der Zweitwein Indie war schon grandios, der Erstwein ist eine klare Liga darüber, weil er auch deutlich feiner ist. Wow, was für ein Mundeintritt, da ziehen sich die Augen zusammen! Unglaublich pikant mit wahnsinniger Frische aus roter Johannisbeere, Sauerkirsche und Schlehe. Spannung und Vibration in den Tanninmassen, die aber total samtig und seidig sind. Ein Castillon mit einem wahnsinnigen Biss, Spannung, Energie und Vibration. Dieser Wein zieht locken an Château d’Aiguilhe, dem Nachbarn, vorbei. Und er ist sicherlich der erste oder zweite Verfolger von Clos Louie und Domaine de L’A. Wahnsinnige Spannung, Länge und Intensität im Mund – so viel rote Frucht, so pikant! Das steht für Minuten und will gar nicht mehr aufhören… Dieser Kalksteinschleier und die Frucht! Ich bin völlig fasziniert! Ich beobachte Monbadon jetzt seit den ersten Jahren als Jean-Philippe das Château übernommen hat. Der Fortschritt ist wirklich sagenhaft! Das ist natürlich typisch Castillon, aber es zieht locker an vielen Grand Cru Classés in Saint-Émilion vorbei. Superber Castillon mit so viel Grip, Pikanz und Spannung! *** Monbadon ist ein von Jean-Philipp Janoueix erworbenes Château in Castillon. Ein uraltes Weingut mit einer ewig langen Historie. 9,8 Hektar in historischer Lage, bepflanzt mit 47 Prozent Merlot und 53 Prozent Cabernet Franc. Beratender Önologe ist Thomas Duclos. Vor Jahrhunderten war es bereits in die Kämpfe zwischen Aquitanien und Frankreich verwickelt. Jean-Philippe hat das Château mitsamt der 35 Hektar Weinberge gekauft, davon wurden 20 erstmal gerodet, sie werden neu bepflanzt. Die verblieben 15 Hektar sind mit 25 bis 35 Jahre alten Reben bestockt. 43 Prozent Merlot, 35 Prozent Cabernet Franc, zehn Prozent Cabernet Sauvignon und 12 Prozent Malbec. Argilo Calcaire, blauer Lehm, Kalkstein und zum Teil Molasse de Fronsadais – bestes Terroir in Castillon! 5.500 Pflanzen pro Hektar. Sie stehen auf der höchsten Lage überhaupt in Castillon, wenn man denn hier bei 120 Metern überhaupt von Höhe sprechen kann. Aus zehn Hektar macht Jean-Philipp den hervorragenden Zweitwein Indie de Monbadon, aus den besten 5 Hektar den Monbadon.

Jahrgangsbericht

Was für ein Jahrgang! Perfektes Wetter und Klima von Beginn an, reichlich Wasser im Winter und Frühjahr, gute Blüte, sich langsam steigernder Sommer inklusive, wie so oft, etwas zu viel Trockenheit und Hitze, zum Glück dann gerade noch rechtzeitig reanimierende Schauer Ende August und Anfang September. Etwas extrem nur, am linken Ufer nicht so brutal wie 2022, und doch intensiver und perfekter und etwas massiver und druckvoller als 2023 und 2024, sehr 2016er Stil! Viel besser geht es nicht. /// Auf dem rechten Ufer eher eine Wiederholung von 2022. Nach den bis dahin größten, massiven Jahrgängen 2005, 2009 und 2010, den elegant archetypischen, perfekte balancierten konzentrierten 2016 und feinerem 2020, dem spannend aufregenden Unikats-Jahrgang 2019, dem »best ever« 2022, dem umarmenden Supercharmeur 2023 und dem schlanken, reifen und zarten 2024, kommt 2025 wie bestellt und auf Samtpfoten mit einem eigenen Charakter daher. Die konzentrierte Eleganz und große Harmonie und Frische aus 2016 kommt auf dem linken Ufer dazu, ergänzt um die, sich nach der Gärung schon zeigende, erstaunlich frühe Zugänglichkeit und seidige Eleganz mit fruchtig, charmant saftigem Trinkfluss. /// Er scheint auf dem rechten Ufer den ewig lagerfähigen Tannin-Blockbuster (bei sehr moderater Säure) des Hyper-Jahrgangs 2022 (die Reinkarnation von 1982 und 1961 und 1945) zu kopieren, auf dem linken Ufer den 2016er, aber doch auch mit dem viel saftigeren und charmant umarmenden 2023er vereint. 2025 scheint dazu die Spannung und Frische bei sehr moderatem Alkohol (13 Grad) aus 2019 zu ergänzen, und dieser erstaunlich geringe Alkohol ist schon ein Merkmal der Perfektion. Die konzentrierte Eleganz und große Harmonie und Frische aus 2016 kommt auf dem linken Ufer dazu, ergänzt um die, sich nach der Gärung schon zeigende, erstaunlich frühe Zugänglichkeit und seidige Eleganz mit fruchtig, charmant saftigem Trinkfluss. /// Am linken Ufer gibt es ein Drittel weniger Menge als im Durchschnitt, kleinste Beeren, viel Struktur in den Cabernets, aber dank des späten Regens und einiger segensreicher Regensommerstürme auch eine gewisse Frische und Saftigkeit bei toller Reife und Frucht mit perfekter, mittlerer Säure und nur 13 Grad Alkohol. Jean Marc Quarin, Frankreichs Verkostungs-Star: »... eher dem Jahr 2016 ähnlich als 2022 – mit vergleichbaren Alkoholgraden zwischen 13,0 und 14,0 % und ähnlich niedrigen pH-Werten, gleicht 2025 einem 2016(+) mit mehr Präsenz schon beim ersten Eindruck, einem volleren, breiteren Mittelgaumen, einem ansteigenden Verlauf und längeren Abgängen.« Die Werte und Geschmackseindrücke der telefonischen Reports der »Superseconds« von Montrose und Pichon Lalande sowie Pontet Canet erinnert an 2020 und 2016. /// Meine allerersten Eindrücke Ende Januar bestätigen die große Ähnlichkeit mehr zu 2016, etwas konzentrierter und dichter als 2020. Ein perfektes Jahr und ein einfach superber Jahrgang 2025, allerdings mit sehr geringen Mengen. Reife, extrem fruchtige Merlots mit spät voll reifender, pikanter Cabernet und winzigen Erträgen. /// Im Süden, in Pessac, klingt es sogar euphorisch. Der biodynamische Régisseur von Château Carmes Haut Brion, Guillaume Pouthier, schrieb mir im Oktober: »2025 is a very very great vintage because the wine (after 30 days in the vat) comes with a perfect balance, huge and very fine structure, a lot perfume and already an amazing drinkability. It’s a PARADOX vintage because all the people think we find a lot of alcohol in the wine but the average for Carmes is only 13°. It’s a WOW vintage. Come on Heiner, taste it !!!« /// Auf dem rechten Ufer haben die besten Kalksteinterroirs Saint Emilions und die Feuchtigkeit speichernden kühleren Lehmböden des Pomerol grandiose Ergebnisse eingefahren. Die Merlot war mehr als superb in Pomerol, vielleicht ein »best ever«, weil 2025 trotz der Mini-Erträge doch saftiger ist als 2022. Dafür litt Cabernet in Pomerol auf sandigen Böden unter der Trockenheit, auf feuchtem Lehm und Ton und auf Kiesböden war alles fein, allerdings auch hier sehr kleine Erträge. Auf Kalkstein war die Cabernet Franc der großartigen Merlot sogar überlegen, so gut war das Ergebnis dieser Rebsorte noch nie sagt der Castillon-Biodynamiker Clos Louie und Adrien Beaulieu vom Bio-Weingut Château Coutet. DAS "Cabernet-Franc Jahr" 2025 sagen sie. Chateau Coutet und das ebenfalls biologisch arbeitende Jean Faure vergleichen 2025 sogar mit einem etwas balancierteren und konzentrierteren 2019 und setzen den Jahrgang 2025 ob seiner fruchtigen Saftigkeit und Frische mit geringem Alkohol sogar über 2022. Alles bei moderaten 13,5 Alkohol auf Kalkstein und moderaten 14 Grad Alkohol auf Lehm und Sand und Kies in Pomerol. Auf Kalkstein in Saint Emilion und Castillon, dem in 2025 wohl perfekten Terroir, gab es sogar halbwegs normale Mengen. In Pomerol hat die Trockenheit ihren Tribut in Form von 30% Ernteeinbußen gefordert. Reif, saftig, fruchtig, elegant, sehr balanciert trotz hoher Konzentration, aber eben sehr wenig. /// 2025 reiht sich ganz sicher ein bei den besten Bordeaux-Jahrgängen ever aus 2009, 2016 und 2022, und ist dabei einer der balanciertesten und ausgewogendsten Jahrgänge überhaupt. UND sehr früh zugänglich und charmant. So soll es sein! /// Aber die Winzer sagen auch, dass sie mit solch extremen Klimabedingungen und geringsten Erträgen, auf Dauer am Rande der Überlebensfähigkeit sind.

19
/20

Gerstl über: Chateau de Monbadon

Herrlich dieser zarte oberflächlich betrachtet beinahe unscheinbare Duft, sagenhaft welche Vielfalt der in sich birgt, feinste Frucht in Verbindung mit floralen Komponenten, ein Hauch Trüffel, feine Kräuter und Gewürze, das entfaltet sich immer mehr zu einen die Sinne berauschenden Duftwolke. Wow ist das ein edler Wein, samtene Tannine, die Extraktsüsse ist ein Traum, dabei bleibt der Wein total frisch, pure Eleganz, das ist ein ganz grosser Bordeaux ohne Wenn und Aber, eine sinnliche Delikatesse, das begeistert mich total, so viel Qualität zu diesem Preis, das gibt es nicht sehr oft. (mg)

Mein Winzer

Chateau Monbadon

Chateau Monbadon ist ein von Jean-Philipp Janoueix 2021 gekauftes Château in Castillon. Ein legendäres, mehr als historisches Kleinod mit den besten Lagen Castillons in einer cool-climate Umgebung, der wahre Ursprung Castillons. Unverkäuflich über viele Generationen, aber trotz des riesigen...

Chateau de Monbadon 2025