Die Trauben aus dieser Lage sind immer extrem kleinbeerig. Ein sehr, sehr alter Weinberg. Einige Reben über 70 Jahre alt, viele über ein Jahrhundert. Tonreicher Boden, eher etwas flachgründig. Das Spannende ist allerdings, dass es hier zwei Expositionen gibt, weil die Lage einen Knick hat. Südseite und Nordseite. Die Lage wird entsprechend meist in mehreren Durchgängen gelesen. Der Südpart ist eine der frühesten Parzellen bei der Ernte, der Nordpart eine der letzten. Der Weinberg deckt also die volle Breite der Lese ab. Man hat also drei total unterschiedliche Moste aus der Lage. Kellermeister Julien Desplans scherzt, dass dies also sowohl eine Einzellage als auch ein Blend ist, weil die Teile so unterschiedlich sind. Die Nase ist irre! Hohe reduktive Spannung, aber so viel Power in 2025. Enorm konzentriert aus winzigen Erträgen. Les Combes ist wirklich ein abgefahrener Wein. Brutale Konzentration und doch wirkt er nicht schwer. Quittenbirne, Litschi, Netzmelone, ein bisschen Botrytis ist hier mit dabei, was dem Wein einen wahnsinnigen Schub und zugleich diese elektrisierende, feine Säure gibt. Zitrusschalen, aber mehr Orange und Grapefruit. Wahnsinnig lang, hört gar nicht mehr auf. So viel Schub und Power, dass die Augen schmal werden. Ein enormer Wein und der beste Verget im Keller dieses Jahr.