Laut Tim Fröhlich ist 2024 ein Mega-Jahr, fast zu schön, um wahr zu sein. Dort, wo es keine Frostschäden gab, war es so trügerisch gut, sodass man aufpassen musste, sich nicht in zu großer Sicherheit zu wiegen. Perfekte Trauben in Bockenau, nur in Schloßböckelheim gab es herbe Verluste, Felsenberg ist sehr wenig, Kupfergrube ist ein Totalausfall. Der Sommer war moderat, nicht zu heiß, mit genug Regen, dass immer Wasser im Boden war. Da Tim den Pflanzenschutz im Griff hatte, war es im Grunde relativ entspannt über den Sommer, der dann zur Reife hin nochmal etwas abgekühlt ist. Die Lese begann erst Ende September, für Riesling sogar erst Anfang Oktober, also eine eher späte, quasi »normale« Lese. Sehr hoher Arbeitsstunden-Aufwand mit Entblätterung und Pflanzenschutz zur richtigen Zeit, dafür konnten annähernd perfekte Trauben gelesen werden. Das Lesegut war perfekt reif dieses Jahr, aber von der Reife auch nicht wirklich hoch, der Alkohol ist moderat. Die Trauben stramm und knackig geerntet wie immer. Der Vulkangestein kommt oft rund 50/50 aus dem Stromberg und Felsenberg, in 2024 aufgrund des Frostes im Felsenberg ist der 2024er aber zu 100 Prozent aus dem Stromberg. Die Reben sind 25 bis 35 Jahre alt, eigentlich ein perfektes Rebalter, aber in letzter Konsequenz noch nicht alt genug für die GGs. Aber die Reben transportieren jetzt schon diesen dunklen Feuerstein, diese kühle Dramatik, die Fröhlichs Weine auszeichnet. Vulkangestein heißt dieser Wein natürlich, weil er von diesen extrem harten Vulkangesteinsmassen des Strombergs stammt. Feuersteinähnliche Gesteinsstrukturen und genau so riecht der Wein. Der 2024er ist sooo typisch Fröhlich, Feuerstein, Reduktionsnoten, Sponti, Spannung, wahnsinnig viel Grip. Diese Reben sind für das Große Gewächs aus dem Stromberg noch etwas zu jung, deswegen kommen sie in den Vulkangestein, aber im Grunde sind das GG Parzellen. Das schmeckt man natürlich. Die mineralische Tiefe ist schon beachtlich für diese Kategorie. Kühl und dunkel, schlank und puristisch, das geht schon tief in den Feuerstein und Vulkanstein hinein in der Aromatik. Wir haben eine beachtliche Dichte in 2024, Säure und Grip vereinen sich zu einer nahtlosen Textur. Dieser Gletscherwassercharakter von Tim Fröhlich ist schon da, aber es hat auch einen feinen Schmelz und eine Zugänglichkeit. Ein bisschen die schlankere, feinere Version von 2023. Das ganz Klare, Kristalline, die innere Kraft ohne Fett, das ist die große Kunst von Tim Fröhlich. Ich liebe diese Terroir-Weine von Fröhlich.