Le Clos wirkt ganz anders als der Les Granits. Es erstaunt mich, dass Maxime Chapoutier ihn nach dem Les Granits eingießt, weil der Wein deutlich feiner ist, noch mehr in der roten Frucht. Satte, konzentrierte rote Kirsche und Sauerkirsche. Cool-Climate-Stil. Orangenzesten und der Geruch des Sommerregens in einem wirklich kühlen und gleichzeitig hochkonzentrierten, rotfruchtigen Saint-Joseph. Langsam kommen satte Lakritze und etwas Cassis dahinter. Der Wein ist unglaublich dicht im Mund. Es zieht sich alles zusammen, er ist noch sehr verschlossen. Konzentrierte rote Kirsche und Sauerkirsche. Vor langer, langer Zeit waren Hermitage und Saint-Joseph ein Berg – die Rhône hat sich über Millionen von Jahren hinweg ihren Weg durchgebohrt. Deswegen sagen die besten Winzer in Saint-Joseph, dass die Appellation locker mit Hermitage mithalten kann. Aber der Charakter ist heute völlig anders, wie ich finde. Wir sind auf dem etwas höheren Level, aber wir haben in Saint-Joseph eindeutig mehr rote Frucht, mehr Länge und Finesse. Extrem schicker Wein, nicht dramatisch besser als Les Granits, aber in der roten Frucht eindeutig anders. 97-99/100 *** Die ersten Reben im Lieu-dit Le Clos sind erst Anfang des Jahrtausends gepflanzt worden, sie sind also rund 20 Jahre alt. Es ist ein Mehrgenerationenprojekt, denn Chapoutier setzt noch weiter Reben, um die Pflanzdichte zu erhöhen. Zusammen mit dem Lieu-dit Saint-Joseph ist das die beste Lage der Appellation. Die Weine aus den beiden Lagen können immer mit Hermitage mithalten.