Hasznos ist der ruhigere, gesetztere Typ unter den großartigen Tokaj-Einzellagen bei Moric. Mehr Gelassenheit, mehr Wärme im Ausdruck, aber nicht weniger Tiefe. Eine Lage mit Geschichte – seit Jahrhunderten bekannt, höher gelegen, mit perfekter Balance aus Sonne und Kühle. Hier reift die Frucht weiter aus, bleibt aber immer getragen von dieser klaren, mineralischen Spannung.,Auch hier natürlich keine Tricks im Keller. Spontangärung, viel Zeit auf der Hefe, minimaler Eingriff. Was im Glas ist, kommt direkt aus der Lage. In der Nase deutlich offener als Túróska. Reifer Apfel, saftige Birne, etwas gelbe Pflaume, dazu ein Hauch von Blütenhonig. Dahinter eine vielschichtige Würze: Kardamom, Muskat, ein Hauch von Anis, ganz fein, nie dominant. Dazu kommt eine leicht rauchige, steinige Note und etwas Nussigkeit, fast wie geröstete Mandeln. Am Gaumen dann mehr Volumen, mehr Schmelz. Saftig, rund, mit dichter Mitte, aber immer noch klar geführt. Die Frucht ist reifer, gelber, fast cremig in der Textur, wird aber von einer präzisen Säure eingefangen. Nichts kippt ins Opulente, alles bleibt in Balance. Was Hasznos so stark macht, ist diese Verbindung aus Kraft und Eleganz. Der Wein hat Substanz, hat Tiefe, wirkt aber nie schwer oder träge. Die Mineralität zieht sich leise durch, gibt Struktur und Länge, ohne sich in den Vordergrund zu drängen. Im Finale baut sich der Wein nochmal auf. Salzige Würze, feine Steinigkeit, etwas florale Frische, dazu ein ganz langer, ruhiger Nachhall. Das ist kein lauter Auftritt, sondern ein Wein mit innerer Größe und einfach enorm viel Dichte. Komplex, balanciert, tief – ein wirklich großer Furmint.