Seit 2021 heißt der Wein »O Barreiro«, weil er nun nur noch aus eigenen Weinbergen stammt. Insgesamt sind es 16 Hektar Fläche mit 95 Prozent Godello. Die Vergärung und der achtmonatige Ausbau auf der Feinhefe finden komplett im Stahltank statt. Sehr feine weißblütige Nase, typisch Godello. Schöne Süße aus Jasmin-Blüten und Flieder – total spielerisch. Dann weißer Pfeffer und eine leichte Chilischärfe, daneben Salz und Kreide. Ein klein wenig an Marsanne erinnernd oder an Chenin Blanc. So ist Godello – wunderbar fein! Hinter den Blüten kommen auch leichtes Zitronengras, Limette und rötliche Kumquat. Der Mund zeigt eine erstaunliche Intensität. Schöne weißpfeffrige Chilischärfe läuft über die Zunge, Salz an den Rändern. Gute Länge, aber mit extrem viel Charme. Der Wein wäre mit einer Holzspur sicherlich überfahren worden, deswegen ist der Ausbau im Stahl schon ziemlich perfekt. Und die Evolution vom Gaba do Xil zum O Barreiro aus eigenen Reben ist deutlich spürbar. Der Wein ist intensiver, dichter und länger. Unglaublich geschmackvoll! Der Mund kommt mit Nashi-Birne, weißer Williams Birne, Kumquat und einem kreidig-salzigen Akazienhonig. Weißer Blütenstaub und Kreide im Nachhall. Immer mehr in Richtung eines weißen Marsanne aus Saint-Péray tendierend. Sehr geschmackvoll, extrem köstlich und saftig, mit gutem Trinkfluss. Perfekter Zechwein mit Klasse!