Grand Curoulet ist eine leichte Hanglage oberhalb von Arbois gelegen. Am Hangauslauf steht Savagnin und oben auf dem Plateau der Lage steht der Chardonnay in leicht nördlich abkippender Exposition. Im Gegensatz zum Chardonnay ohne Lage, der auf Kalk wächst, sind En Barbi und Curoulet deutlich von graublauem Lias-Mergel gekennzeichnet. Die alten Reben werden biodynamisch bewirtschaftet. Nur Handlese. Direktpressung von leicht gemahlenen Trauben, nach 24-stündiger Sedimentationszeit geht es zur Vergärung in 500L und 5000L Fuderfässer. Reduktiver Ausbau, keine Oxidation. In der Nase zeigt sich der Umschwung von Kalkstein-Chardonnay auf Lias-Chardonnay, es wird intensiver, druckvoller, mehr Apfeltarte mit Zimt und etwas Melone. Wir haben nicht diese schlanke Dramatik wie im En Barbi, sondern mehr Power und Exotik. Auch im Mund kommt hier von allem etwas mehr. Mehr Power und Schubkraft. Nicht ganz so feinziseliert wie En Barbi, etwas wilder und aufbrausender, jurassischer in der Art. Dennoch schön definiert, geradeaus, salzig-mineralisch, kühl. Ein wunderbarer Wein zum Bresse-Huhn mit Morchel-Sahne, weil er die Säure und die Power hat, um dagegen locker anzukommen, aber zugleich hat er auch die Eleganz, die Kühle und die Finesse der Hochlagen in Nordneigung. Aus der Nordexposition ist das kein hochreifer Wein, aber Schub hat er allemal und er ist dichter verwoben als der Chardonnay vom Kalk. Ein großer Jurawein.