Dieser Wein ist aus uralten Grenache-Reben, ihn gibt es nur in ganz großen Jahren. Auch dieser Wein wird komplett im Beton vergoren und nur im gebrauchten großen Holzfuder von Stockinger ausgebaut. Bio, spontan, die ganze Litanei bester Bio-Winzer. Wenn wir beim Persia eine Affinität zum Cornas hatten, so sind wir in dieser Grenacheversion, um auch hier einen Vergleich zu bemühen, wahrscheinlich eher bei einem ziemlich massiven Wein aus dem Priorat Spaniens, mit dieser dort üblichen würzigen Version von Grenache. Viel feiner, viel schlanker in der Art als wir das aus Châteauneuf kennen, und vor allem viel würziger. Die Aromatik im Mund ist dann der Hammer. Man hätte viel mehr Süße und Schwere erwartet, aber ganz im Gegenteil. So fein, so zart, rote Kirsche, Sauerkirsche, das Ganze rüberkommend wie ein super feiner Pomerol mit darunterliegendem Gewürzhammer. Das Ganze endet in einem grandiosen salzigen Zug in feiner Schwarzkirsche mit enormem Tanninbiss im Finale. Sehr druckvoll und reich würziger, konzentrierter Himbeere unterlegt, so gut wie keine Süße zeigend, sondern große Frische und steinige Tannine. Der Il etait une fois 2022 ist ein Traumstoff, ein seidiger Tänzer in voller Pracht. Die Tannine sind so geschliffen, dass man sie kaum spürt, obwohl sie massiv vorhanden sind. Ein großer Wein, der ein breites Trinkfenster eröffnet, weil er jung schon so überirdisch gut schmeckt, aber sicher auch lange, lange halten wird. 2022 ist für diesen Wein die Wahrheit, wahrscheinlich best ever, wobei der kompaktere 2021er vielleicht in 10 Jahren aufholen könnte. Es ist der Lieblingswein des Winzers. Ich selbst würde sagen, er ist einfach deutlich anders als der Persia. Er ist nicht der größere Wein, er ist nur der ganz andere Wein. Der tänzelnde Athlet dieses Weinguts.