Domaine de Bellene: Beaune Premier Cru Hommage à Françoise Potel Vieilles Vignes 2023

Domaine de Bellene: Beaune Premier Cru Hommage à Françoise Potel Vieilles Vignes 2023

Zum Winzer

Pinot Noir 100%
rot, trocken
13,5% Vol.
Trinkreife: 2028–2043
seidig & aromatisch
strukturiert
Lobenberg: 94–96/100
Frankreich, Burgund, Cote de Beaune
Allergene: Sulfite,
lobenberg

Heiner Lobenberg über:
Beaune Premier Cru Hommage à Françoise Potel Vieilles Vignes 2023

94–96
/100

Ausbau nur im gebrauchten Holz in 2023, dazu 20 bis 30 Prozent Ganztrauben in der Vergärung. Keinerlei Schönung, keine Ansäuerung. Nicolas sagt selbst, dass dieser Wein sehr »Potel« ist, also dem klassischen Stil der Familie wie damals auf Pousse d’Or entspricht. Deshalb hat er den Wein seiner Mutter gewidmet. Ein Blend aus fünf Beaune 1ers Crus: Bressandes, Clos du Roi, Montée Rouge, Pertuisots und Reversées. Eine Explosion in dunkler Waldfrucht, viel Creme de Cassis, geröstete Maronen, Lehm, weißer Pfeffer und zerstoßener Kalkstein. Es ist ein unglaublich feiner Wein, er ist geschmeidiger und ausgewogener als der Savigny. Was für ein wunderschöner Wein. Langer, saftiger Nachhall mit vibrierender, verspielter Frucht und floralen Noten. Ein großartiger Pinot Noir, der deutlich zeigt, dass Beaune in den richtigen Händen wirklich extrem spannende Weine hervorbringen kann. Und wenn es einer kann, dann Nicolas Potel, der die Weine seiner Heimatstadt Beaune selbst verehrt wie kaum ein anderer.

Jahrgangsbericht

Der Jahrgang 2023 präsentiert sich als eine perfekte Symbiose aus Klassik und Moderne. Nach den extremen Hitzejahren der Vergangenheit wirken die 2023er wie ein »tiefes Ausatmen«. Sie sind geprägt von seidiger Textur, cremiger Zugänglichkeit und einer hellen, strahlenden Frucht. Besonders beeindruckend ist die Kombination aus Transparenz für das jeweilige Terroir und einer verführerischen Extraktsüße. 2023 war für die Winzer im Burgund ein Befreiungsschlag in Sachen Quantität. Trotz der großzügigen Erträge fehlt es den Weinen nicht an Konzentration, da hohe Extraktwerte einer Verwässerung entgegenwirkten. Das Wetter war über den Sommer moderat mit ausreichend Niederschlag, bis eine extreme Hitzewelle kurz vor der Lese im September für den finalen Schub an Reife und Dichte sorgte. Während die Weißweine an die Reichhaltigkeit von 2018 erinnern, bewahren sie durch eine feine Säurefrische ihre klassische Brillanz. Es ist ein Jahrgang des puren Genusses, der bereits in seiner Jugend viel Freude bereiten wird und bei den Rotweinen an die reiche Eleganz von 2019 erinnert.

Mein Winzer

Domaine de Bellene

Der immer noch relativ jung gebliebene Nicolas Potel ist seit fast 20 Jahren einer der großen Namen der Cote d’Or. Der Familie Potel gehörte früher die sehr renommierte, ja fast legendäre Domaine de la Pousse d’Or in Volnay. Als sein Vater Gerard verstarb, wurde die Domaine verkauft und Nicolas...

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