Chateau La Croix 2025
- Merlot 100%
- rot, trocken
- 14,0% Vol.
- Trinkreife: 2032–2060
- Verpackt in: 12er OHK
- voluminös & kräftig
- tanninreich
- Lobenberg: 98–100/100
- Yves Beck: 94–95/100
- Gerstl: 20/20
- Frankreich, Bordeaux, Pomerol
- Allergene: Sulfite,
Abfüller / Importeur:
La Croix, 37, rue Pline Parmentier, 33506 Libourne, FRANKREICHZutaten:
Trauben Konservierungsstoffe / Antioxidantien: Sulfite (E220–E224)100ml enthalten durchschnittlich Brennwert 81 kcal / 337 kJ Kohlenhydrate 1,1 g Zucker 0,1 g Enthält geringfügige Mengen von Fett, Fettsäuren, Eiweiß, Salz
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Heiner Lobenberg über:
Chateau La Croix 2025
/100
100 Prozent Merlot (2% Cab Franc). 14,8 Volumenprozent Alkohol. Der Ertrag lag bei 33 Hektolitern pro Hektar. Der Jahrgang ist so unglaublich fruchtig. Wow, was für eine Nase! Das hatten wir lange nicht mehr in La Croix. So viel Energie und rote Frucht! Schlehe, dicht und wuchtig, dazu rote reife Zwetschge, aber voller Saft, auch Sauerkirsche, Waldhimbeere bis hin zu Brombeere. Erst dann kommt schwarze Kirsche. Hohe Intensität bei total verspielten, satten Tanninen. Das ist ein so feiner, verwobener Pomerol, ohne jede Ecken und Kanten. Ganz reif, nichts Grünes ist dabei. Alles passt und es schwebt! Schon in der Nase harmonisch, aber voller Energie und Spannung und Pikanz. Wow, was für eine Eleganz dann im Mund! Seit 2022 arbeitet Jean-Philippe Janoueix mit Thomas Duclos als Önologen, dem Genie des rechten Ufers. Die Präzision hat dadurch unglaublich zugenommen. Der Wein ist eine einzige Freude in Balance und Harmonie! Das ist kein Blockbuster, das ist kein L’Evangile, sondern mehr eine rotfruchtige Orgie, mehr in Richtung Lafleur oder Jean Faure. Die Trauben wurden zu 100 Prozent entrappt, trotzdem hat der Wein diese singende Frische! Das steht für zwei Minuten… La Croix 2025 ist das Gegenteil eines Blockbusters. Es ist ein ultrafeiner, aber sehr intensiver, rotfruchtiger Wein. Mit einer grandiosen Eleganz! Pomerol für jedermann! Nicht so anstrengend wie ein fetter L’Evangile und viel geschliffener als viele einfache, rustikale Pomerol. Ein Traum in roter Frucht! Ein Leckerli voller Spannung, Energie und Dichte, bei total seidig-samtigen Tanninen. Sogar nach Ende meines Textes habe ich diese Intensität, diese rotfruchtige Energie und Spannung, noch am Gaumen. Um es nochmal klar zu sagen: Das ist nicht der Wein des Jahrhunderts oder der beste Wein der Appellation. Es ist nur einfach ziemliche Perfektion in Harmonie, Balance, Spannung, Dichte und Wohlgefallen. Everybody’s Darling! *** Château La Croix ist ein Weingut der Familie Janoueix. Jean-Philippe Janoueix ist persönlich verantwortlich für die Weinberge und den Keller. Berater ist Thomas Duclos. Es ist ein winziges Weingut mit 7,5 Hektar mitten in Catusseau, direkt neben Beauregard. Seit Ewigkeiten ein Geheimtipp. Schwer zu finden, da der Wein nicht über den Place Bordeaux läuft, sondern nur über wenige exklusive Importeure vertrieben wird. Das ist das klassische Old Fashion Weingut in Sachen Vinifikation. Aber das basiert natürlich auf dem Terroir. Früher wurden Sandböden (darunter auch Lehm, blauer Lehm, Molasse Fronsadais und auch Kalkstein) in Pomerol verpönt, gerade in den 70ern und 80ern. In feuchten und zu kühlen Jahrgängen blieben die Weine von den Sandböden zu leicht und meist auch etwas grün. Erst im Lauf des Klimawandels stellte sich heraus, dass diese Böden hervorragend geeignet sind und sowohl grandiose Finesse hervorbringen als auch die Wärme und die Reichhaltigkeit der Jahrgänge. Die Weine von diesen Böden, wie jene von La Croix, dem Nachbar Beauregard, Château Mazeyres oder sogar Le Pin, ein in Steinwurfentfernung liegender Nachbar, bringen eine wahnsinnige Verspieltheit. Sie brauchen aber warme Jahrgänge. Seit 2015 gehören die Domaines von diesen Böden immer mehr zum Allerbesten der Appellation. Sandböden auf Kalkstein, kein schwerer Lehm. Die Reben sind im Durchschnitt 45 Jahre alt. Der Wein wird klassisch im Zement spontan vergoren. Nach der Gärung bleibt der Wein noch drei Wochen auf den Schalen. Der Ausbau geschieht nur zum Teil in neuem Holz, seit 2015 überwiegend in Stockinger Holzfässern von 1500 bis 2500 Litern, um weiter vom Holzeinfluss wegzugehen. Nur ganz vorsichtiges Pump-over während der Vergärung. Ab 2017 trat der neue Kellermeister in das Weingut ein, der zuvor auf Clinet sieben Jahre lang verantwortlich war. Beratender Önologe ist Thomas Duclos, das Genie des rechten Ufers. Ein ausgewiesener Großmeister der Finesse, was natürlich für La Croix perfekt passt. Das Weingut wird immer noch von den Eltern von Jean-Philippe bewohnt. La Croix ist ein fast reinsortiger Merlot, der allerdings teilweise bis zu fünf Prozent Malbec und minimal Cabernet Franc dabei hat.
Jahrgangsbericht
Was für ein Jahrgang! Perfektes Wetter und Klima von Beginn an, reichlich Wasser im Winter und Frühjahr, gute Blüte, sich langsam steigernder Sommer inklusive, wie so oft, etwas zu viel Trockenheit und Hitze, zum Glück dann gerade noch rechtzeitig reanimierende Schauer Ende August und Anfang September. Etwas extrem nur, am linken Ufer nicht so brutal wie 2022, und doch intensiver und perfekter und etwas massiver und druckvoller als 2023 und 2024, sehr 2016er Stil! Viel besser geht es nicht. /// Auf dem rechten Ufer eher eine Wiederholung von 2022. Nach den bis dahin größten, massiven Jahrgängen 2005, 2009 und 2010, den elegant archetypischen, perfekte balancierten konzentrierten 2016 und feinerem 2020, dem spannend aufregenden Unikats-Jahrgang 2019, dem »best ever« 2022, dem umarmenden Supercharmeur 2023 und dem schlanken, reifen und zarten 2024, kommt 2025 wie bestellt und auf Samtpfoten mit einem eigenen Charakter daher. Die konzentrierte Eleganz und große Harmonie und Frische aus 2016 kommt auf dem linken Ufer dazu, ergänzt um die, sich nach der Gärung schon zeigende, erstaunlich frühe Zugänglichkeit und seidige Eleganz mit fruchtig, charmant saftigem Trinkfluss. /// Er scheint auf dem rechten Ufer den ewig lagerfähigen Tannin-Blockbuster (bei sehr moderater Säure) des Hyper-Jahrgangs 2022 (die Reinkarnation von 1982 und 1961 und 1945) zu kopieren, auf dem linken Ufer den 2016er, aber doch auch mit dem viel saftigeren und charmant umarmenden 2023er vereint. 2025 scheint dazu die Spannung und Frische bei sehr moderatem Alkohol (13 Grad) aus 2019 zu ergänzen, und dieser erstaunlich geringe Alkohol ist schon ein Merkmal der Perfektion. Die konzentrierte Eleganz und große Harmonie und Frische aus 2016 kommt auf dem linken Ufer dazu, ergänzt um die, sich nach der Gärung schon zeigende, erstaunlich frühe Zugänglichkeit und seidige Eleganz mit fruchtig, charmant saftigem Trinkfluss. /// Am linken Ufer gibt es ein Drittel weniger Menge als im Durchschnitt, kleinste Beeren, viel Struktur in den Cabernets, aber dank des späten Regens und einiger segensreicher Regensommerstürme auch eine gewisse Frische und Saftigkeit bei toller Reife und Frucht mit perfekter, mittlerer Säure und nur 13 Grad Alkohol. Jean Marc Quarin, Frankreichs Verkostungs-Star: »... eher dem Jahr 2016 ähnlich als 2022 – mit vergleichbaren Alkoholgraden zwischen 13,0 und 14,0 % und ähnlich niedrigen pH-Werten, gleicht 2025 einem 2016(+) mit mehr Präsenz schon beim ersten Eindruck, einem volleren, breiteren Mittelgaumen, einem ansteigenden Verlauf und längeren Abgängen.« Die Werte und Geschmackseindrücke der telefonischen Reports der »Superseconds« von Montrose und Pichon Lalande sowie Pontet Canet erinnert an 2020 und 2016. /// Meine allerersten Eindrücke Ende Januar bestätigen die große Ähnlichkeit mehr zu 2016, etwas konzentrierter und dichter als 2020. Ein perfektes Jahr und ein einfach superber Jahrgang 2025, allerdings mit sehr geringen Mengen. Reife, extrem fruchtige Merlots mit spät voll reifender, pikanter Cabernet und winzigen Erträgen. /// Im Süden, in Pessac, klingt es sogar euphorisch. Der biodynamische Régisseur von Château Carmes Haut Brion, Guillaume Pouthier, schrieb mir im Oktober: »2025 is a very very great vintage because the wine (after 30 days in the vat) comes with a perfect balance, huge and very fine structure, a lot perfume and already an amazing drinkability. It’s a PARADOX vintage because all the people think we find a lot of alcohol in the wine but the average for Carmes is only 13°. It’s a WOW vintage. Come on Heiner, taste it !!!« /// Auf dem rechten Ufer haben die besten Kalksteinterroirs Saint Emilions und die Feuchtigkeit speichernden kühleren Lehmböden des Pomerol grandiose Ergebnisse eingefahren. Die Merlot war mehr als superb in Pomerol, vielleicht ein »best ever«, weil 2025 trotz der Mini-Erträge doch saftiger ist als 2022. Dafür litt Cabernet in Pomerol auf sandigen Böden unter der Trockenheit, auf feuchtem Lehm und Ton und auf Kiesböden war alles fein, allerdings auch hier sehr kleine Erträge. Auf Kalkstein war die Cabernet Franc der großartigen Merlot sogar überlegen, so gut war das Ergebnis dieser Rebsorte noch nie sagt der Castillon-Biodynamiker Clos Louie und Adrien Beaulieu vom Bio-Weingut Château Coutet. DAS "Cabernet-Franc Jahr" 2025 sagen sie. Chateau Coutet und das ebenfalls biologisch arbeitende Jean Faure vergleichen 2025 sogar mit einem etwas balancierteren und konzentrierteren 2019 und setzen den Jahrgang 2025 ob seiner fruchtigen Saftigkeit und Frische mit geringem Alkohol sogar über 2022. Alles bei moderaten 13,5 Alkohol auf Kalkstein und moderaten 14 Grad Alkohol auf Lehm und Sand und Kies in Pomerol. Auf Kalkstein in Saint Emilion und Castillon, dem in 2025 wohl perfekten Terroir, gab es sogar halbwegs normale Mengen. In Pomerol hat die Trockenheit ihren Tribut in Form von 30% Ernteeinbußen gefordert. Reif, saftig, fruchtig, elegant, sehr balanciert trotz hoher Konzentration, aber eben sehr wenig. /// 2025 reiht sich ganz sicher ein bei den besten Bordeaux-Jahrgängen ever aus 2009, 2016 und 2022, und ist dabei einer der balanciertesten und ausgewogendsten Jahrgänge überhaupt. UND sehr früh zugänglich und charmant. So soll es sein! /// Aber die Winzer sagen auch, dass sie mit solch extremen Klimabedingungen und geringsten Erträgen, auf Dauer am Rande der Überlebensfähigkeit sind.
/100
Yves Beck über: Chateau La Croix
Schokoladige Noten, gepaart mit Düften von schwarzen Beeren, sanften Gewürzen und Minze, bilden eine einladende Harmonie. Der liebliche Auftakt kündigt einen charmanten und kraftvollen Wein an, der von samtenen Tanninen getragen wird. Diese sorgen für die nötige Kraft und bilden ein solides Fundament. Ein mitreißender Wein, der bereit für die Zukunft ist!
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Gerstl über: Chateau La Croix
Das ist diese faszinierende Pomerol Erotik, ein berührend schöner Duft, intensiv, reich, dann doch auch wieder zart, superelegant, eine sinnliche Duftwolke. Beinahe massiver, opulenter Auftakt, traumhaft süss, da ist auch jede Menge saftige frische Frucht, unter dem Strich bleibt der Wein auf der angenehm kühlen Seite, das ist ganz einfach unfassbar gut, hyperelegant und (...) auf der Gaumenmitte eine wahre Aromenexplosion, die Konzentration ist enorm, das ist der konzentrierteste La Croix den ich kenne, ohne dass er dadurch an Eleganz verliert, ein emotional berührendes Gewächs mit Seele. (mg)
La Croix
Der 1867 geborene Jean Janoueix kam 1898 nach Bordeaux und gründete ein Weinhandelshaus. Sein Sohn ist der legendäre Joseph Janoueix, der die meisten Chateaux in der Großregion um Pomerol ab 1930 kaufte. Der 1867 geborene Jean Janoueix kam 1898 nach Bordeaux und gründete ein Weinhandelshaus.