60 Prozent Merlot und 40 Prozent Cabernet Sauvignon. 14,5 Volumenprozent Alkohol. Immenser Wein. Die Nase ist so dicht, so drückend! Wacholder, Lavendel und Veilchen neben Schwarzkirsche, Cassis und Brombeere. Das ist sicherlich im Rahmen meiner Haut-Médocs ein unbeachteter Schatz. Was für ein intensiver, druckvoller Haut-Médoc! Der Wein hat eine unglaubliche Substanz im Mund, eine wahnsinnige Dichte. Viel Schlehe, Grafit und Veilchen, dazu Sauerkirsche, Schwarzkirsche, Brombeere und Cassis. Pauillac-Stil mit verblüffender Frische, dazu enorm druckvoll. Er gehört ganz sicher mit in die vordere Reihe meiner kleinen Haut-Médocs. Ich bin völlig begeistert! Der Wein ist mindestens so gut wie der 2020er, wenn nicht sogar einen kleinen Touch besser. Grandioser kleiner Haut-Médoc für einen superspannenden Preis. *** Dieses nichtklassifizierte Haut-Médoc-Weingut gehört Sophie Martin und ihrem Partner Romain Carreau, die auch Besitzer der kleinen Parzelle Julia Pauillac sind, einem winzigen Kleinod bester Lage neben Lynch Bages. Dieser Weinberg des Haut-Médoc geht direkt über in Château Julia Pauillac und liegt damit direkt außerhalb der Appellation. Unmittelbarer Nachbar ist Château Brane-Cantenac. Julia wurde erst 2007 aus der Kooperative herausgenommen. Sophie hat dieses Château aufgeteilt – eine Hälfte ist bei einem Bruder geblieben, der weiterhin an die Kooperative abliefert. Sie selbst besitzt fünf Hektar – vier Hektar Haut-Médoc und ein Hektar Pauillac. Von Haut-Médoc gibt es nur 6.000 Flaschen. Der Julia wird komplett im Barrique ausgebaut, die Vergärung findet spontan im Edelstahl statt. Über 60 Jahre alte Reben.