70 Prozent Merlot, 21 Prozent Cabernet Franc und neun Prozent Cabernet Sauvignon. 14,5 Volumenprozent Alkohol, pH-Wert 3,6. Obwohl das Weingut denselben Besitzern wie Château La Fleur und Dassault gehört, haben wir uns entschlossen diesen 2022er Dassault zu Ehren des nunmehr aufgegebenen Namens Faurie de Souchard als Spezialcuvee 'Faurie de Souchard' (das war ein winziger Weinberg mir uralten Reben auf reinem Kalklstein) etikettieren zu lassen. Man hat sofort einen duftigen Flieder-Rosen-Rotfruchtstrauch in der Nase. So stark auf roter Frucht laufend! Wunderbare feine Cabernet-Franc-Nase, fast Loire-artig. Sehr schick! Sehr auf Himbeere, Erdbeere, Johannisbeere und roter Kirsche laufend, auch Sauerkirsche und darunter eine feine Nougat-Nutella-Note mit Cassis. Aber alles bleibt immer rot, erst langsam schält sich ein wenig Schwarzkirsche darunter heraus. Extrem fein das Ganze! Die Tannine sind geschliffen schon in der Nase, alles ist poliert. Trotzdem hat das eine gute samtige Fülle und ist aromatisch. Sehr schicker Wein! Der blumige Mund mit der leichten Lakritznote kommt auch wieder mit Nougat, Walnuss, Himbeere, Erdbeere, Sauerkirsche und viel Schwarzkirsche. Toll verwoben, eine große Freude! Ganz anders als der Bruder La Fleur, der viel samtiger, schwarzfruchtiger und reicher daherkommt. Hier sind wir auf der total spielerischen Finesseseite. Wunderschöne Länge, profunde Tiefe, satte Frucht, nie scharf werdend, aber mit feinem Salz auf Kalkstein. Sehr verspieltes Finale, sehr schicker Wein! Ganz klar über dem direkten Nachbarn der gleichen Besitzer, Chateau Lafleur, nur wegen des anderen Terroirs doch auch ganz anders. Etwas schicker und mineralisch erhabener und letztlich der etwas größere, feinere Wein hier. *** Die bekannte Industriellen-Familie Dassault hat zu Beginn der 10er Jahre dieses 11 Hektar kleine Nachbarweingut mit dem überragenden Kalkstein-Sand-Lehm-Terroir dazugekauft. Direkt hinter Soutard besitzen die Dassault nun in bester Lage des Plateaus in einer Reihe Faurie de Souchard, Dasssault und La Fleur. Die ersten zwei sind sogar in der höchsten Stufe der Cru Classe, La Fleur wird es in einigen Jahren weiterer Arondierung auch werden. Zu gut ist auch dort das Terroir, die Weine stellen es schon seit längerer Zeit qualitativ unter Beweis. Bei Faurie gibt es jedoch klare Anzeichen, dass die Weinberge mit 2022 in Dassault integriert werden. Das wertet Dassault vom Terroir qualitativ nochmal auf und ergibt zusammen ein passenderes Mengengerüst.