Chateau Belair Monange 1er Grand Cru Classe B 2025
- Merlot 98%, Cabernet Franc 2%
- rot, trocken
- 14,5% Vol.
- Trinkreife: 2033–2060
- Verpackt in: 6er OHK flach
- voluminös & kräftig
- tanninreich
- Lobenberg: 98–100/100
- Falstaff: 99/100
- Jeff Leve: 97–99/100
- Yves Beck: 97–99/100
- Vinum: 97–99/100
- Alexandre Ma: 97–99/100
- Colin Hay: 97–99/100
- Frankreich, Bordeaux, Saint Emilion
- Allergene: Sulfite,
Abfüller / Importeur: Chateau Belair Monange, Saint-Emilion, Frankreich,
Kauf ganzer 6er-Gebinde inkl. Holzkiste
Wenn Sie 6 Weine kaufen, erhalten Sie diese kostenfrei in der Original-Holzkiste.
Heiner Lobenberg über:
Chateau Belair Monange 1er Grand Cru Classe B 2025
/100
Bélair-Monange liegt auf dem sicherlich spannendsten Terroir von Saint-Émilion, oben auf dem Kalksteinplateau mit viel Kalk im Kern, ergänzt durch blaue Tonanteile an den Hängen – das sorgt immer für enorme Frische, Mineralität und eine sehr präzise Struktur. Die Nase ist schon sooo enorm von Feinheit geprägt, sehr zarte rotfruchtige Dominanz zu Beginn, viel Himbeermark mit Herzkirsche, total fein und verspielt, leicht floral umrahmt, dabei alles sehr ausgewogen. Im Untergrund eine helle Steinigkeit, wie warmer, regennasser Kalk. So hell und strahlend, saftig, einnehmend in dieser Feinheit. Dazu die dezente Holzwürze vom Ausbau in 50% neuem Holz. Die Frucht wirkt reif, aber nicht überladen, vielmehr klar und gut definiert, mit einer ungemeinen Kühle. Am Gaumen dann der pure Schliff, wow, was für ein tänzelnder Saint-Émilion! Reife, salzige Sauerkirsche mit Himbeere. Tolle Pikanz, ein Hauch Chilischärfe, die Tannine sind so fein, dicht und seidig, ganz typisch für den Kalkstein. Trotz der hohen Merlot-Dominanz wirkt der Wein nicht breit, sondern eher sehr linear und präzise, getragen von einer gut eingebundenen Säure. Der kleine, nur minimal spürbare Anteil Cabernet Franc bringt hier offenbar nochmal zusätzliche Frische und Spannung rein. Toll! Große Länge, salzig ausklingend, wieder die saftige Frucht hochrollend. So viel Druck dahinter trotz dieser hohen Feinheit. Alles auf der rotfruchtig-pikanten Schiene laufend. Salzig-kalkige Noten im Nachhall. 2025 ist ein wirklich starker Bélair-Monange der beweist, auf welchem Aufschwung dieses Chateau nun seit einigen Jahren ist. Richtig stark, ein toller Erfolg! Kraft und Finesse in großartiger Symbiose.
Jahrgangsbericht
Was für ein Jahrgang! Perfektes Wetter und Klima von Beginn an, reichlich Wasser im Winter und Frühjahr, gute Blüte, sich langsam steigernder Sommer inklusive, wie so oft, etwas zu viel Trockenheit und Hitze, zum Glück dann gerade noch rechtzeitig reanimierende Schauer Ende August und Anfang September. Etwas extrem nur, am linken Ufer nicht so brutal wie 2022, und doch intensiver und perfekter und etwas massiver und druckvoller als 2023 und 2024, sehr 2016er Stil! Viel besser geht es nicht. /// Auf dem rechten Ufer eher eine Wiederholung von 2022. Nach den bis dahin größten, massiven Jahrgängen 2005, 2009 und 2010, den elegant archetypischen, perfekte balancierten konzentrierten 2016 und feinerem 2020, dem spannend aufregenden Unikats-Jahrgang 2019, dem »best ever« 2022, dem umarmenden Supercharmeur 2023 und dem schlanken, reifen und zarten 2024, kommt 2025 wie bestellt und auf Samtpfoten mit einem eigenen Charakter daher. Die konzentrierte Eleganz und große Harmonie und Frische aus 2016 kommt auf dem linken Ufer dazu, ergänzt um die, sich nach der Gärung schon zeigende, erstaunlich frühe Zugänglichkeit und seidige Eleganz mit fruchtig, charmant saftigem Trinkfluss. /// Er scheint auf dem rechten Ufer den ewig lagerfähigen Tannin-Blockbuster (bei sehr moderater Säure) des Hyper-Jahrgangs 2022 (die Reinkarnation von 1982 und 1961 und 1945) zu kopieren, auf dem linken Ufer den 2016er, aber doch auch mit dem viel saftigeren und charmant umarmenden 2023er vereint. 2025 scheint dazu die Spannung und Frische bei sehr moderatem Alkohol (13 Grad) aus 2019 zu ergänzen, und dieser erstaunlich geringe Alkohol ist schon ein Merkmal der Perfektion. Die konzentrierte Eleganz und große Harmonie und Frische aus 2016 kommt auf dem linken Ufer dazu, ergänzt um die, sich nach der Gärung schon zeigende, erstaunlich frühe Zugänglichkeit und seidige Eleganz mit fruchtig, charmant saftigem Trinkfluss. /// Am linken Ufer gibt es ein Drittel weniger Menge als im Durchschnitt, kleinste Beeren, viel Struktur in den Cabernets, aber dank des späten Regens und einiger segensreicher Regensommerstürme auch eine gewisse Frische und Saftigkeit bei toller Reife und Frucht mit perfekter, mittlerer Säure und nur 13 Grad Alkohol. Jean Marc Quarin, Frankreichs Verkostungs-Star: »... eher dem Jahr 2016 ähnlich als 2022 – mit vergleichbaren Alkoholgraden zwischen 13,0 und 14,0 % und ähnlich niedrigen pH-Werten, gleicht 2025 einem 2016(+) mit mehr Präsenz schon beim ersten Eindruck, einem volleren, breiteren Mittelgaumen, einem ansteigenden Verlauf und längeren Abgängen.« Die Werte und Geschmackseindrücke der telefonischen Reports der »Superseconds« von Montrose und Pichon Lalande sowie Pontet Canet erinnert an 2020 und 2016. /// Meine allerersten Eindrücke Ende Januar bestätigen die große Ähnlichkeit mehr zu 2016, etwas konzentrierter und dichter als 2020. Ein perfektes Jahr und ein einfach superber Jahrgang 2025, allerdings mit sehr geringen Mengen. Reife, extrem fruchtige Merlots mit spät voll reifender, pikanter Cabernet und winzigen Erträgen. /// Im Süden, in Pessac, klingt es sogar euphorisch. Der biodynamische Régisseur von Château Carmes Haut Brion, Guillaume Pouthier, schrieb mir im Oktober: »2025 is a very very great vintage because the wine (after 30 days in the vat) comes with a perfect balance, huge and very fine structure, a lot perfume and already an amazing drinkability. It’s a PARADOX vintage because all the people think we find a lot of alcohol in the wine but the average for Carmes is only 13°. It’s a WOW vintage. Come on Heiner, taste it !!!« /// Auf dem rechten Ufer haben die besten Kalksteinterroirs Saint Emilions und die Feuchtigkeit speichernden kühleren Lehmböden des Pomerol grandiose Ergebnisse eingefahren. Die Merlot war mehr als superb in Pomerol, vielleicht ein »best ever«, weil 2025 trotz der Mini-Erträge doch saftiger ist als 2022. Dafür litt Cabernet in Pomerol auf sandigen Böden unter der Trockenheit, auf feuchtem Lehm und Ton und auf Kiesböden war alles fein, allerdings auch hier sehr kleine Erträge. Auf Kalkstein war die Cabernet Franc der großartigen Merlot sogar überlegen, so gut war das Ergebnis dieser Rebsorte noch nie sagt der Castillon-Biodynamiker Clos Louie und Adrien Beaulieu vom Bio-Weingut Château Coutet. DAS "Cabernet-Franc Jahr" 2025 sagen sie. Chateau Coutet und das ebenfalls biologisch arbeitende Jean Faure vergleichen 2025 sogar mit einem etwas balancierteren und konzentrierteren 2019 und setzen den Jahrgang 2025 ob seiner fruchtigen Saftigkeit und Frische mit geringem Alkohol sogar über 2022. Alles bei moderaten 13,5 Alkohol auf Kalkstein und moderaten 14 Grad Alkohol auf Lehm und Sand und Kies in Pomerol. Auf Kalkstein in Saint Emilion und Castillon, dem in 2025 wohl perfekten Terroir, gab es sogar halbwegs normale Mengen. In Pomerol hat die Trockenheit ihren Tribut in Form von 30% Ernteeinbußen gefordert. Reif, saftig, fruchtig, elegant, sehr balanciert trotz hoher Konzentration, aber eben sehr wenig. /// 2025 reiht sich ganz sicher ein bei den besten Bordeaux-Jahrgängen ever aus 2009, 2016 und 2022, und ist dabei einer der balanciertesten und ausgewogendsten Jahrgänge überhaupt. UND sehr früh zugänglich und charmant. So soll es sein! /// Aber die Winzer sagen auch, dass sie mit solch extremen Klimabedingungen und geringsten Erträgen, auf Dauer am Rande der Überlebensfähigkeit sind.
/100
Falstaff über: Chateau Belair Monange 1er Grand Cru Classe B
Dunkles Rubingranat, violette Reflexe, dezente Randaufhellung. Zarter Nougat, schwarzes Waldbeerkonfit, reife Herzkirschen, noch etwas zurückhaltend, floraler Touch im Hintergrund. Stoffig, saftig, dunkle Beerenfrucht, feine Extraktsüße, samtige Tannine, elegant und lange anhaftend, ein nahtloser Wein von großer Länge, harmonisch und bereits gut entwickelt, sicheres Reifepotenzial.
/100
Jeff Leve über: Chateau Belair Monange 1er Grand Cru Classe B
Almost opaque in color, the wine shows off its licorice, black cherries, espresso, flowers, and oceanic, aromatic character with just a swirl or two. Opulent, fresh, concentrated, elegant, and deep, with a lightness to the wealth of fruit, paired with a vibrancy that makes this so easy to like and, most importantly, to drink. The finish is intense, long, and seamless. This could be the best vintage of Belair-Monange produced yet! The wine is produced from 98% Merlot, with 2% Cabernet Franc. Drink from 2030-2060.
/100
Yves Beck über: Chateau Belair Monange 1er Grand Cru Classe B
Wie viel Frische und Strahlkraft im Bouquet von Bélair Monange 2025! Der Kalkboden ist ein wertvoller Vorteil. Die Verbindung von Noten roter und schwarzer Beeren unterstreicht die vorhandene Vielfalt. Ergänzt werden sie durch Nuancen von Veilchen, Gewürzen und Lakritz. Der samtige Auftakt ebnet den Weg für einen geradlinigen Wein, getragen von präzisen Tanninen mit feiner Körnung, die perfekt mit (...) Säure harmonieren. Die Balance zwischen Kraft und Frische entfaltet sich am Gaumen. Sie verkörpert auf wunderbare Weise das Zusammenspiel dieser beiden Elemente, die dem Wein eine hervorragende Struktur verleihen und den Abgang beleben. Ein eleganter, kraftvoller, geschmackvoller und anhaltender Bélair Monange.
/100
Vinum über: Chateau Belair Monange 1er Grand Cru Classe B
Tiefgründig, kühl, mineralisch geprägt, ein Mix aus Waldbeeren, Kirschen, dazu eine pfeffrige Würze, das Holz ist subtil wahrnehmbar, dabei nicht dominant; druckvoller Gaumen, sehr massiv, baut viel Druck auf, gleitet dabei federleicht über die Zunge, da sind Massen an Kalktanninen, die das Fruchtbündel strukturieren, hervorragende Säure, Würze und Salzigkeit im Abgang. Ein monumentaler, hocheleganter Belair-Monange, der für eine kleine Ewigkeit gebaut ist.
/100
Alexandre Ma über: Chateau Belair Monange 1er Grand Cru Classe B
I have always sensed the ambition of Château Bélair-Monange to stand at the summit of Saint-Émilion, and I have been waiting for a vintage that could truly affirm its stature. The 2025 vintage is that moment. The once slightly assertive warmth has been gently reined in, leaving a presence that feels steady and unhurried. Fresh strawberry, black mulberry, and creamy blueberry gradually emerge from a supple, saline-tinged texture, feeling sweet with a quiet lift of salinity beneath. What moves me most is the texture. The wine carries immense concentration, yet the moment it meets the palate, it diffuses, turning into a veil of violet that lingers in the air. No single word can do justice to such an experience; its story is only just beginning.
/100
Colin Hay über: Chateau Belair Monange 1er Grand Cru Classe B
(Saint-Émilion; 98% Merlot, 2% Cabernet Franc; a final yield of 26 hl/ha; 13.5% ABV; tasted at Bélair Monange). It's difficult to follow Trotanoy, but that is its place in the Moueix line-up. It does so effortlessly and the contrast between the two is fascinating. This is a little more berry-oriented in its fruit profile, a lot more vertical in the presentation of the fruit, with the divinely-soft and pixelating limestone-chalky tannins shaping this effortlessly and pulling the fruit back to the spine to render this very linear, if never strict (such is the finesse of those tannins). This is more precise and focussed still and equally elegant. We have a little more rose petal florality and less of the Pomerol violets, of course; but it is, as ever, one of the most floral of the St-Émilion stars. It too is divine and it is, yet again, another candidate for the leading wine in the appellation.
Suckling über: Chateau Belair Monange 1er Grand Cru Classe B
Tight and firm, with toned tannins that run the length of the wine and create energy in the finish of crushed stones and chalk. Medium- to full-bodied. Its power spreads nicely across the palate. 98% merlot and 2% cabernet franc.
Giuseppe Lauria über: Chateau Belair Monange 1er Grand Cru Classe B
Direkt nach dem Trotanoy verkostet wirkt er zunächst ernster, dunkler und kräuteriger. Zeigt mehr Würze und reife Kirschfrucht. Im Mund straff und engmaschig arrangiert, durchzogen von ätherischer Würze und feiner Lakkritznote. Das Tanninkleid sitzt fest, aber perfekt am athletischen Körper. Hat vielleicht ein Tick mehr Rundungen als der noch athletischere Trotanoy.
Decanter über: Chateau Belair Monange 1er Grand Cru Classe B
Gorgeous aromas, such a concoction of freshly picked red and black fruit with rose petals and violet touches. Creamy and cool, this has a soft texture – tannins are round and charming, generous but not overwhelming, supporting the cool blue fruit. Layered and finessed, definitely not as sharp as some and although there is a dollop of mouthwatering acidity, this is more relaxed and reserved, quiet with a gentle power and push from start to finish. I love the energy and the definition here – it’s pixelated with a lovely frame and such a long finish. Another dark horse, not yet fully shining but with excellent potential.
Lisa Perrotti Brown über: Chateau Belair Monange 1er Grand Cru Classe B
Powerful, Stewed, Black Fruit, Blueberries, Minty, Baking Spices, Full bodied, Refreshing Acidity, Subtle Oak, Velvety Texture, High Tannin, Needs Time
Jane Anson über: Chateau Belair Monange 1er Grand Cru Classe B
Gorgeous nuanced crushed red rose petal nose, this has a lot of juice running right through the palate and is totally delicious, cherry pit, savoury blueberry and cranberry fruits, a ton of limestone signature, long and drawn out on the finish. Again a limestone junkie wine but here you will definitely get your fix. 26hl/h, Harvest September 4 to 19. 50% new oak for ageing.,
Belair Monange
Dieser 1er Grand Cru Classe hieß früher Belair und wurde von Monsieur Delbec, einem früheren Partner bei Ausone, verwaltet und verantwortet. Delbec war eine Katastrophe und erst seit seinem Weggang ist Ausone beständig die Nr. 1 in Saint Emilion. Die Familie Moueix, Besitzer von Belair, taufte nach...