Der Wein wächst auf dem Hermitage-Hügel, da er aber gen Osten ausgerichtet ist, ist es kein Hermitage, sondern ein Crozes. Im Keller werden die Trauben zu 80 Prozent entrappt, die Maische für fünf Wochen mazeriert und vergoren, anschließend erfolgt der Ausbau für 16 bis 18 Monate im Barrique, 15 bis 25 Prozent Neuholz im Turnus. 2024 ist ein so schickes Jahr, wie eine Turbovariante des kühlen 2021. Wir sind ähnlich fein und saftig in der Aromatik, aber haben durch kleine Erträge mehr Druck und eine gewisse positive Austerität. Die Nase ist glockenklar und satt reif, bleibt aber im kühlen, blaufruchtigen Spektrum mit Cassis und Schwarzkirsche, sehr klassisch wirkend. Hat die Eleganz von 2021 mit einem Touch der Reichhaltigkeit und dunklen Kraft von 2019. Sehr feingliedriger, schicker Mundeintritt mit Massen an reifen Tanninen und Granitanmutung. Schon aus dem Fass ein Hochgenuss, aber ein Jahr, das dennoch Zeit braucht. Die Säurespur ist taktgebend, zieht den Wein vertikal nach oben, durchsticht die Steinigkeit und die zartcremige Frucht. Wahnsinnig viel Energie. Für einen Crozes-Hermitage ist das ein Megateil, die Appellation ist fast ein Scherz auf dem Label, wenn man diese Balance und den Mineralausdruck bedenkt. Großes Kino für Crozes und für 2024 ein irrer Erfolg.