Die Silvanerreben sind in der Tat alte Rebanlagen von über 40 Jahren, sie stehen in Westhofen. Ein zusammenhängendes Stück, das von einer Mauer eingefasst ist. In Frankreich würde es Clos de Westhofen heißen oder Clos Cathrine. Deshalb wird der Wein wahrscheinlich auch irgendwie mit einem kleinen Zusatznamen Clos Kathrin versehen sein. Lediglich ein Hektar. Der Wein durchläuft eine Maischestandzeit als Ganztraube von 24 Stunden. Leichte Phenolik in der Nase, auch etwas reduktiv. Grüne und gelbe Birne, frischer Mutterboden, Efeu und Fenchelgrün, Zitronengras, sehr kräuterwürzig. Im Mund ist nicht klassisch Silvaner erkennbar, denn durch die Kalkböden in Westhofen hat er eine unglaublich starke Salzigkeit. Er hat eine ganz eigenartige Würzigkeit. Ganz viel Druck aus der Frucht, Birnenschale, Apfelblüten. Der Wein hat kein Holz gesehen und trotzdem trinkt er sich von seiner Cremigkeit und seiner Struktur als wenn er im Holz gelegen hätte. Er schiebt schon gut an, durchaus cremig, dann aber auch herbsaftig auf diesen Kräutern entlanglaufend. Silvaner ist gerade in Rheinhessen, egal ob bei Schätzel, Teschke oder hier bei Wechsler, wirklich auf dem Vormarsch.