Verget (J.M. Guffens-Heynen): Macon-Villages Terres de Pierres 2024

Verget (J.M. Guffens-Heynen): Macon-Villages Terres de Pierres 2024

Zum Winzer

Chardonnay 100%
weiß, trocken
13,0% Vol.
Trinkreife: 2026–2032
fruchtbetont
voll & rund
Lobenberg: 91–92/100
Frankreich, Burgund, Maconnais
Allergene: Sulfite,
lobenberg

Heiner Lobenberg über:
Macon-Villages Terres de Pierres 2024

91–92
/100

Der Wein stammt aus zwei Parzellen, eine in Viré im Norden und eine in Charnay, die immer der letzte Plot ist, der geerntet wird. Ausbau komplett im Edelstahl. Steel and Stones wäre ein passenderer Name für diesen Wein, denn er hat kein Holz, dafür aber gewaltig viel Steinigkeit. Der Bourgogne Terre de Pierres ist mehr an die Weine der Côte d’Or angelehnt. Ein sehr fruchtiger, saftiger Wein, der den gastronomischen Charakter von Mâcon perfekt abbildet. 2024 ist straff und kühl, erinnert etwas an 2021 mit seiner grünlichen Fruchtauslegung. Der Wein ist für einen Bourgogne ziemlich konzentriert, hat diese für Guffens typische Power, schon in diesem eher easydrinking-Bereich. Wir haben Limettenzeste und Granny Smith, grüne Melone und etwas Passionsfrucht, köstliche Exotik. Ich bin wirklich erstaunt über so viel Kraft im Mund, aber er bleibt blumig und steinig in seiner Auslegung. Ein witziges Spannungsfeld zwischen mit einnehmendem Charme, köstlicher Cremigkeit und steiniger Mineralität. Nichts Großes, aber ein Wein zum Reinspringen schön und eine Allzweckwaffe am Tisch.

Jahrgangsbericht

2024 markiert die Rückkehr zu einem sehr klassischen, fast schon nostalgischen Stil. Die Weine sind deutlich kühler, straffer und mineralischer als in den Vorjahren. Mit moderaten Alkoholgraden zwischen 12 % und 13 % vol. erinnert der Jahrgang an die »gute alte Zeit« des Burgunds. Besonders die Weißweine bestechen durch einen laserartigen Fokus und eine berstende, kristalline Mineralität, die an das exzellente Jahr 2014 erinnert. Ein Jahrgang für Puristen, die Struktur und Kante über cremigen Charme stellen. Der Jahrgang 2024 war ein hartes Stück Arbeit für die Winzer. Starke Frostschäden und ein sehr regenreiches Frühjahr und massiver Mehltaubefall führten zu drastischen Ertragseinbußen, besonders an der Côte de Nuits. Ein »goldener September« rettete zwar die Qualität der verbliebenen Trauben, doch die Mengen bleiben extrem klein. Die Qualität variiert stark je nach Lage und Geschick des Winzers. Wer jedoch bei den Top-Produzenten fündig wird, erhält tiefgründige, charakterstarke Weine von großer Eigenständigkeit und Raritätswert.

Mein Winzer

Verget

Verget ist eines von insgesamt vier Domaines (Barsac, Luberon, zwei Mal Burgund) des großen Meisters des Mâconnais Jean-Marie Guffens-Heynen von der gleichnamigen Domaine. Der alte Robert Parker himself zählte Guffens bereits in den 1990er Jahren zu den drei besten Weißweinwinzern Frankreichs. Als...

Macon-Villages Terres de Pierres 2024