Der Wein wird von Blauschiefer, Rotschiefer und Porphyr geerntet. Junge Reben in Top-Terroirs, die etwas mehr Frucht mitbringen. Die Trauben sahen in aus wie GG-Trauben, sagt Tim Fröhlich, kleinbeerig, total reif und kerngesund. Quasi alle Tanks des Gutsweins hätten auch in die Ortsweine eingehen können qualitativ, das ist Wahnsinn, was Fröhlich ernten konnte. Recht spät gelesen im Oktober, auf den Punkt reif und fokussiert gelesen. Durch die späte Lese war keine Entsäuerung notwendig, sondern alles natürlich harmonisch. Was das Traubenmaterial angeht, ist das laut Tim Fröhlich der beste Gutswein, den er je geerntet hat. Grundsätzlich sind hier alle Bodenarten von Tim vertreten außer Rotschiefer, also Blauschiefer, Grauschiefer und Vulkangestein. Wie immer glockenklar, sehr straff, ein echter Fröhlich. Wahnsinnig viel Gesteinsanmutung für einen Gutswein. Das ist so straff, saftig und kühl. Das ist die perfekte Visitenkarte für den Stil des Hauses. Kristallin, knackig, mit viel salziger Vibration und Elektrizität. Zitronenabrieb, Zitronenmelisse, weißer Pfirsich, grüne Aprikose, kräuterig. Diese schlanke Präzision und kühle Art ist genau seine Handschrift. Das passt perfekt. Und das zeigt hier schon der Gutswein. Das ist schon eine kleine Sensation mit welcher Konsequenz Tim Fröhlich seinen Style bis in den Gutswein durchzieht. Das hat schon einen strammen, salzigen Zug für einen Gutswein, ist dennoch schön ausgewogen. Zugänglich und doch mit diesem Fröhlich-Kick, einer der besten des Jahres.