50 Jahre alte Reben auf einem Plateau im Stromberg, Porphyrböden, vulkanisch. Niedrige Erträge von kleinbeerigem, dickschaligem Müller-Thurgau, fast wie Riesling. Eine Seltenheit. Hohe Extraktwerte, die die schmelzige Fülle und die Cremigkeit bringen. Das ist eine Extrem-Version eines Müller-Thurgau, sehr schlank und pur. Müller in der Tim Fröhlich-Auslegung, also so, dass es kracht und dennoch Feinheit hat. Man ist mehr als verblüfft von diesem Stoff, blind hat man größte Probleme das als Müller einzustufen, weil es so eine immense Spannung und Mineralik hat. Die alten Reben haben auch selten Trockenstress, da hängen nahezu jedes Jahr tolle Trauben an den alten Stöcken. Das kühle 2024 gibt dem Fröhlich nochmal einen Extra-Kick, erdig, schwarzer Tee, frische Trauben, ein bisschen Minze, die noch mehr Frische gibt. Das ist schon ein straffer Stoff für Müller, dennoch sehr lecker, charmant, reif und trotzdem leicht grünlich wie es für dieses Weingut typisch ist. Tim Fröhlich liebt die Trauben knackig-frisch, hier gibt es keine Überreife. Ein bisschen Schärfe aus salzigem Zug auf der Zunge. Ein trinkiger Müller mit typischem Fröhlich-kühlen Charakter, hat Klasse und Zug. Der schmeckt auch dem anspruchsvollen Trinker.